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Mit „Kriegsbemalung“ in die Ölkrise: BMW 2002 Turbo von 1973 mit Spiegelschrift an der Frontschürze.
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Turbo-Zeitalter

Voller Ladedruck: Wie der Turbo auf die Straße fand

Vor 50 Jahren kündigte eine BMW-Studie das Turbo-Zeitalter auf der Straße an – auch wenn ersten Fahrversuchen dann die Ölkrise in den Weg kam. Was damals als wild und exotisch galt, ist heute längst Standard in Verbrennungsmotoren.

Sicherheit war angesagt. In einem unerbittlichen Aufwärtstrend steuerten die Zahlen der Verkehrstoten in den zunehmend flotter motorisierten Ländern der westlichen Welt – wo man sich die Mühe machte, zu zählen – auf grimmige Höchstwerte zu.

1970 starben in Deutschland 21.332 Menschen auf den Straßen, in Österreich war der Höchststand beziehungsweise Tiefpunkt 1972 erreicht: 2948 Tote, bei einem Fahrzeugbestand, der etwa einem Drittel des heutigen entspricht (die Zahl der Getöteten wurde bis heute durchwegs um den Faktor zehn reduziert).

Der Blutzoll zeigte Wirkung: Was lang als Steckenpferd fortschrittsfeindlicher Heulsusen galt – vor allem ein Tempolimit, das es weder in Deutschland noch Österreich gab –, wurde zum Politikum. Zusätzlicher Druck kam aus den USA, dem bedeutendsten Exportmarkt, in dem strenge Sicherheitsanforderungen zum Standard wurden.