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Konjunkturumfrage

Chinesische Industrie bleibt auf Wachstumskurs

Der Einmarsch Russlands in der Ukraine stellt ein neues Risiko für die Weltwirtschaft und damit auch für den Exportchampion China dar.

Die chinesischen Industrie bleibt angesichts einer verbesserten Auftragslage auf Wachstumskurs. Der Einkaufsmanagerindex kletterte im Februar um 0,1 auf 50,2 Punkte, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten des Statistikamtes hervorgeht. Das Barometer bleibt damit im Wachstumsbereich, der ab 50 Zählern beginnt. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 49,9 gerechnet.

Der Anstieg lasse darauf schließen, "dass die starke Kreditvergabe und die beschleunigten Infrastrukturinvestitionen einigen Industriesektoren geholfen haben dürften", schrieben die Commerzbank-Ökonomen Hao Zhou und Bernd Weidensteiner. Der Einmarsch Russlands in der Ukraine stellt aber ein neues Risiko für die Weltwirtschaft und damit auch für den Exportchampion China dar, dessen Fabriken bereits unter den globalen Lieferkettenprobleme leiden. Auch der Immobilienmarkt hat sich von den Turbulenzen um den Entwickler Evergrande noch nicht richtig erholt. "Da der Immobilienmarkt eng mit vielen vor- und nachgelagerten Sektoren verbunden ist, wird die anhaltende Schwäche des Immobilienmarktes ein großes Abwärtsrisiko für die Wachstumsaussichten im Jahr 2022 darstellen", so die Experten der Commerzbank.

Alle Augen richten sich auf den am 5. März beginnenden Nationalen Volkskongress. Hier dürfte die Regierung ihr offizielles Wachstumsziel für die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt sowie weitere Konjunkturmaßnahmen vorstellen. 2021 wuchs das Bruttoinlandsprodukt um kräftige 8,1 Prozent, angekurbelt von der weltweit starken Nachfrage nach Medizingütern wie Masken oder Computer für das wegen der Corona-Pandemie vielerorts eingerichtete Homeoffice. 

(APA/Reuters)