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Unter der Kuppel des 296 GTB, in Mittellage, haust der neue 663 PS starke 2,9-Liter-V6. Mit E-Power stehen 830 PS zu Buche.
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Ferraris neuer Sechszylinder: Dino wurde es dann doch keiner

Sechszylinder hat es bei Ferrari zuletzt vor 50 Jahren gegeben. Eine Neuauflage des damaligen Modells wird nicht geboten – ein Weltrekord mag trösten.

Aus allen Ecken und Enden der Autoindustrie ist zu hören, es würden keine neuen Verbrennungsmotoren mehr entwickelt – der Pfad zur Elektromobilität mache den Aufwand obsolet.

Das erlaubt man sich im Örtchen Maranello nahe Modena, dem Firmensitz von Ferrari, etwas anders zu sehen. Zwar gelten auch hier die Weichen als gestellt. Seit Sommer des Vorjahres steht mit Benedetto Vigna, 52, ein promovierter Physiker an der Spitze des Unternehmens. Seine Expertise ist nicht Maschinenbau, sondern Mikroelektronik: Die 3-D-Bewegungssensoren in Controllern von Spielekonsolen beispielsweise gehen auf eines von Vignas vielen Patenten zurück. In drei Jahren soll der erste vollelektrische Ferrari auf die Straße rollen, und im 1000-PS-Hypercar SF90 wütet zwar ein V8, es kann als Plug-in-Hybrid aber auch lautlos surren und mit Stecker geladen werden. Die Elektrifizierung hat in Maranello also schon Einzug gehalten.

Enzos Sohn. Dennoch musste ein neuer Motor her. Bald wird der Purosangue (ital. für Vollblut) vom Stapel gelassen, das erste SUV von Ferrari, das sich freilich nicht wie ein SUV fahren lassen soll, sondern – eben wie ein Ferrari. Das erfordert neben Leistung im gewohnten Überfluss vor allem ein möglichst geringes Gewicht, um nicht nur auf der Geraden der Schnellste zu sein. Speziell für dieses Modell brauchte es ein neues Triebwerk, kompakter und leichter als Ferraris berühmter V8, der schon als kompaktester und leichtester der Welt gilt. Als erste Gerüchte über einen V6 die Runde machten, eine Bauart, die es bei Ferrari zuletzt vor 50 Jahren gab, hatten Kenner sofort einen Namen parat: Dino.