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Interview

Gecko-Chefin: "Hat keinen Sinn, irgendwelchen Ct-Werten nachzujagen"

Katharina Reich
Katharina Reich, Sektions-Chefin im Gesundheitsministerium, oberste Amtsärztin und Co-Leiterin des Gecko-Gremiums(c) Caio Kauffmann
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Katharina Reich stellt wegen schwankender Ct-Werte bei den PCR-Tests das Freitesten in Frage. Sie ist dafür, dass die Indoor-Maske auch im Sommer bleibt. Und sie erklärt, warum sie die Öffnungsschritte Anfang März auch rückblickend für keinen Fehler hält.

Die Presse: Der Gesundheitsminister nennt  die Öffnungen am 5. März einen Fehler und sagt, er hätte das nicht gemacht. Sie haben die Öffnungen Ende Februar verteidigt und dezidiert verneint, dass sie ein Fehler seien. Finden Sie das immer noch?

Katharina Reich: Ich stehe zu dieser Aussage. Es ist korrekt, dass die Öffnungen zum maximal frühesten Zeitpunkt gekommen sind. Das haben die politisch Verantwortlichen so entschieden.  Dass ich mich nie darüber gefreut habe, dass wir die Maskenpflicht aufgehoben haben, ist kein Geheimnis. Aber auch das war eine politische Entscheidung. Allerdings ist die Krankheitslast bei Omikron niedriger als bei den vorigen Varianten, viele Patienten sind mit und nicht wegen Covid im Spital. Deswegen gibt es tatsächlich aktuell keine Begründung mehr für die damaligen starken Beschränkungen. Was aber stimmt: Mit Maske hätten wir uns wahrscheinlich ganz so hohe Fallzahlen erspart.

Das heißt: Auch im Rückblick würden Sie wieder am 5. 3. lockern – aber mit Indoor-Maske.

Genau.

Argumentieren Sie da nicht gegen Ihr eigenes Gremium? Gecko war für Öffnungsschritte erst nach dem Erreichen des Peaks der Infektionskurve. Dieser wurde aber eben nicht abgewartet.