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Interview

Ernährungspädagogin Cornelia Fiechtl: "Essen ist etwas Emotionales"

Clemens Fabry
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Psychologin und Ernährungspädagogin Cornelia Fiechtl hat sich der Symbiose zwischen Ernährung und Psychologie gewidmet und plädiert für einen intuitiveren Zugang zum Essen.

Sie befassen sich in Ihrem neuen Buch mit intuitivem Essen. Was genau kann man darunter verstehen?

Cornelia Fiechtl: Intuitives Essen ist ein ganzheitliches Konzept. Dazu gehört eine neutrale oder positive Beziehung zum Körper, Diätgedanken und Zügelung abzulegen, Körpersignale wie Hunger, Sättigung, Verträglichkeit oder Völlegefühl wieder bewusst spüren zu lernen und auch das Essverhalten entsprechend danach zu steuern. Genauso wie Bewegung aus Freude wieder in das Leben zu inkludieren, sich auch mit emotionalem Essen zu beschäftigen und nährstoffreich zu essen. Das heißt, es geht darum, das Essverhalten wieder mehr aus dem Kopf zu bringen und wieder mehr in den Körper.

Also geht es darum, mehr auf den Körper zu hören?

Genau, unter anderem. Wir werden ja als Menschen geboren, die sich auf ihre Körpersignale verlassen können. Alle Prozesse im Körper sind hormonvermittelt, so auch Hunger und Sättigung oder Verträglichkeit. Wir verlernen das im Laufe unseres Lebens, weil wir uns immer mehr damit beschäftigen, was gut und was schlecht ist, wir nehmen uns im Alltag nicht die Zeit zum Essen und somit gerät das Körpergefühl in den Hintergrund und unser Kopf übersteuert das dann.