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Interview

Sichtbare Fortschritte der Unternehmerinnen

Christine Dornaus
Vorstandsdirektorin Christine Dornaus beobachtet, dass sich Österreichs Unternehmerinnen auch in den beiden Pandemiejahren sehr gut geschlagen haben – nun gilt es, Herausforderungen wie Inflation zu bewältigen.(c) Wr Städtische by Jeff Mangione
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Wiener-Städtische-Vorstandsdirektorin Christine Dornaus erachtet es als essenziell, Frauen bei der Verwirklichung ihrer Visionen tatkräftig zu unterstützen, um den Erfolgskurs fortzusetzen.

Die Wiener Städtische Versicherung ist seit Anbeginn ein treuer Begleiter des Unternehmerinnen- Awards. Vorstandsdirektorin Christine Dornaus erklärt im Interview, warum die Wiener Städtische weiterhin hinter dieser Auszeichnung steht, wie Diversität und Gleichbehandlung in ihrem Unternehmen gelebt wird und wie sich die Rolle der Frau in der heimischen Wirtschaft noch weiter verbessern lässt.

Spüren Sie eine Wirkung des Unternehmerinnen- Awards auf Österreichs Wirtschaftslandschaft?

Christine Dornaus: Der Unternehmerinnen- Award hat sich innerhalb kurzer Zeit eine Breitenwirkung in der österreichischen Wirtschaftsszene erarbeitet, die ihresgleichen sucht. Ich werde immer wieder auf den Award angesprochen. Aber nicht nur für das Image ist er wichtig, nein, er zeigt auch eine positive Wirkung in der Gründerszene. Immer mehr Frauen gründen ihr eigenes Unternehmen, zuletzt waren es fast 50 Prozent – Tendenz steigend. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, die wir als Wiener Städtische gerne unterstützen.

Hat sich die Situation für Unternehmerinnen durch die Coronakrise verändert?

Eine derartige Krisenzeit ist für Unternehmerinnen natürlich mit enormen Herausforderungen verbunden, die oft noch zusätzlich durch die Konsequenzen der Pandemie auf die familiäre Situation verschärft wurden, Stichwort Homeschooling und Versorgung des Haushalts. Die Unsicherheit ist riesig, etwa was Lieferketten oder mögliche behördliche Schließungen betrifft, aber auch die personelle Situation ist angespannt. Ich finde, die Unternehmerinnen haben sich in den beiden Krisenjahren hervorragend geschlagen – und wir hoffen alle, dass sich die Lage nun endgültig entspannen wird und die Unternehmerinnen sich in der neuen Realität mit neuen Herausforderungen wie Personalsuche oder auch Inflation behaupten können.

Wo besteht bezüglich Gleichberechtigung und Diversität im Unternehmertum Ihrer Meinung nach noch am meisten Nachholbedarf?

Wir haben in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht – auch dank des Unternehmerinnen- Awards. Er ermutigt Frauen, den Schritt ins Unternehmertum zu tun und ihre Ideen in die Realität umzusetzen. Ich denke, das Wichtigste ist, die Frauen ideell und auch mit speziellen Förderungen zu unterstützen, die eigenen Visionen und neuen kreativen Geschäftsideen verwirklichen zu können. Helfen können dabei sicher auch Netzwerke, diese gilt es auch für Frauen zu öffnen, um mehr Austausch und eine Win-win-Situation zu ermöglichen.

Welche aktuellen Schritte setzt hier die Wiener Städtische, um Österreichs Unternehmerinnen weiter zu pushen?

Für die Wiener Städtische ist Gleichberechtigung kein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Realität. Mehr als ein Drittel aller Führungskräfte ist weiblich und im sechsköpfigen Vorstand sind wir drei Managerinnen – und das ohne Frauenquote. Weder das Geschlecht noch die Herkunft oder Religion entscheiden über den Karriereweg, allein die Leistung zählt. Es zeigt sich ganz klar, dass sich Frauen bei uns weiter auf dem Vormarsch befinden – mehr als 60 Prozent der angehenden Versicherungsprofis sind weiblich.