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WM in Finnland

Österreich fährt wohl ohne Rossi zur Eishockey-WM

Österreichs Eishockey-Team
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Die ÖEHV-Auswahl präsentiert sich für die Endrunde im Mai rundum erneuert, mit NHL-Export Marco Rossi rechnet der Teamchef nicht.

Am 18. März hat Österreichs Eishockey-Nationalteam unverhofft ein Ticket für die A-WM ab 13. Mai in Finnland bekommen. Aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wurden Russland und Belarus ausgeschlossen, das ÖEHV-Team ist einer von zwei Nachrückern. Mit einem hochwertigen Vorbereitungsprogramm und einer runderneuerten Mannschaft soll in Tampere der Klassenerhalt gelingen. Marco Rossi wird das Team voraussichtlich nicht verstärken.

Rossi hat am Mittwoch die Saison mit Iowa Wild beendet. Das Farmteam von Minnesota Wild hat das Play-off in der zweitklassigen AHL verpasst, der 20-jährige Center aus Vorarlberg wird aber voraussichtlich in den Kader von Minnesota für das NHL-Play-off aufrücken. "Es ist nichts definitiv, aber ich rechne nicht mit ihm. Ich gehe davon aus, dass er hochgezogen wird", sagte Teamchef Roger Bader, der in Kontakt mit dem Wild-Management steht. Michael Raffl, derzeit einziger österreichischer NHL-Spieler, hat am Mittwoch mit den Dallas Stars den Play-off-Einzug fixiert, mit ihm ist in Finnland ebenfalls nicht zu rechnen.

Raffl ist einer von 14 Spielern, die gegenüber der WM 2019 in Bratislava, die mit dem Abstieg endete, nicht dabei sind. Aufgrund des coronabedingten Ausfalls der B-WM 2020 und 2021 erfolgte ein größerer Umbruch. Im Sturm fehlen Routiniers wie die Legionäre Konstantin Komarek (Lulea/SWE), Raphael Herburger (Lugano/SUI) und Fabio Hofer (Biel/SUI) sowie KAC-Center Thomas Hundertpfund, von den acht Verteidigern sind nur Dominique Heinrich und Clemens Unterweger wieder mit dabei.

Generationswechsel

"Es gibt immer wieder Spieler über 30, die vielleicht nicht mehr den Biss haben, wochenlang weg zu sein. Das ist in jedem Land so. Und man muss auch einen Generationswechsel einleiten. Ich scheue mich nicht, junge Spieler ins kalte Wasser zu werfen. Kombiniert mit Spielern, die über 100 Länderspiele haben, gibt das eine gute Mischung, die mir gefällt", erklärte Bader. In der Verteidigung habe er auch "auf das Physische geschaut, die Größe ist schon wichtig", meinte der Schweizer, der zehn oder elf WM-Neulingen in seinen definitiven Kader nominieren wird.

Im Tor wird mit Bernhard Starkbaum und David Kickert das Duo von 2019 im Einsatz sein. Die Ausgangslage ist allerdings besser als vor drei Jahren. "Vor Bratislava war es brutal schlecht. Wir hatten damals drei Torhüter, die bei ihrem Club die Nummer zwei waren. Heuer ist es besser, aber noch nicht super. Besser ist es vor allem dank Wien", erklärte Bader. Starkbaum und Kickert bilden bei den Vienna Capitals das Torhüter-Duo und haben in der abgelaufenen Saison 55 Spiele absolviert. "Dieses Jahr habe ich ein gutes Gefühl. Kickert und Starkbaum haben gute Leistungen gezeigt und regelmäßig gespielt", so der Teamchef.

Die letzten Testspiele

Beweisen können sich die Torhüter und ihre Vorderleute in den nächsten Tagen gegen Top-Teams. Österreich traf am Donnerstagabend (19.00) in Wien auf den elffachen Weltmeister Schweden. Anschließend geht es in Ostrava gegen Olympiasieger Finnland (Samstag, 12.00) und Tschechien (Sonntag, 16.00). Die Generalprobe für die WM erfolgt am 8. Mai in Schwenningen gegen Deutschland.

Beim Turnier der Euro Hockey Challenge gegen die drei Top-Nationen fehlt nur Marco Kasper. Der 18-jährige Stürmer war bis vor kurzem für Rögle im Halbfinale der schwedischen Meisterschaft im Einsatz und wird nächste Woche beim letzten Teamcamp in Schwenningen zur Mannschaft stoßen. Via Zürich geht es von dort nach Tampere, wo am 14. Mai um die Mittagszeit Schweden der erste WM-Gegner sein wird.

(APA)