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Zeitreise

Heute vor 100 Jahren: Das Gehirn der Bienen

Hochinteressant ist es, wie der höhere oder niedere Grad der Vergesellschaftung bei den sozialen Insekten sich in der Verfeinerung des Gehirns ausdrückt.

Neue Freie Presse am 10. August 1922

Die schwierige Herstellung mikroskopischer Gehirnpräparate bei Insekten hat es mit sich gebracht, daß man erst spät dazu kam, die Gehirne dieser Tiere als Maßstäbe für die Intelligenz zu verwerten. Bei den Bienen ist dies aber nun durch langjährige Forschungen geschehen und über die Ergebnisse berichtet Hermann Radestock in der "Umschau".

Die Größe des Insekts braucht mit dem Umfang seines Intelligenzorgans durchaus nicht im parallelen Verhältnis zu stehen. Die Hornissen und die großen Holzbienen haben zum Beispiel ein viel kleineres Gehirn als die Zwergbiene und die kleine Wespe. Auch die Form und Größe des Kopfes ist von keinem Einfluß auf die Größe des Gehirns und die Stelle, die das betreffende Tier in bezug auf seine Intelligenz einnimmt.