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Zeitreise

Heute vor 100 Jahren: Die Hinrichtung eines Wiener Bürgermeisters

Am 11. August jährte sich zum 400. Male der Gedenktag einer historischen Episode, die zwar wenig bekannt ist, aber dennoch in der Geschichte Oesterreichs nicht ohne Bedeutung war.

Neue Freie Presse am 12. August 1922

Am 11. August 1522 ließ Ferdinand von Habsburg, der Bruder Karls V. und nachmalige Kaiser Ferdinand I., auf dem Hauptplatze in Wiener-Neustadt den Bürgermeister von Wien Dr. Martin Capini, genannt Martin Siebenbürger, und fünf andere Mitglieder des Wiener Stadtrates enthaupten.

Dieser blutige Prozeß bildete den Abschluß einer Erhebung des Wiener Bürgertums gegen das kaiserliche Regiment der Uebergangszeit, in der nach dem Tode Maximilians I. die Habsburger in Spanien residierten und Deutschland vernachläßigten. Diese historische Erinnerung an einen aufrechten Vorkämpfer der Wiener Bürgerrechte wurde von der Gemeinde Wien durch Enthüllung eines Gedenksteines am Wiener Rathause feierlich begangen, der am Gedenktage (11. August) vom geschäftsführenden Vizebürgermeister Emmerling enthüllt wurde.