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Zeitreise

Heute vor 100 Jahren: Filmstadt Wien als Konkurrent zu Hollywood

Amerikanische, englische, französische, ungarische Regisseure sind an der Arbeit, um hier zu kurbeln und die großen Wiener Ateliers sind bis tief ins nächste Jahr hinein vergeben.

Neue Freie Presse am 19. August 1922

Im Laufe der Jahrhunderte kann Wien auf eine ganz hübsche Karriere zurückblicken. Nachdem sich die Stadt ziemlich lange als Residenz mit dem sangbaren Refrain "'s gibt nur a Kaiserstadt, 's gibt nur a Wien" erhalten hatte, wurde sie zur "Stadt der Lieder" und auf dem Umweg über "Vindobona, du herrliche Stadt, die die reizendsten Anlagen hat" zur Stadt der schönen Künste, zur Theaterstadt. Aus der Theaterstadt Wien ist eine Filmstadt geworden, das Kunstgewerbe macht sich hier breit, ausländische Gesellschaften schlagen bei uns ihre Zelte auf und die ganze Stadt ist eine Kulisse, eine Staffage geworden. Wienerwald, Schönbrunn, Semmering, Salzkammergut sind landschaftliche Hintergründe im filmtechnischen Sinne, und unsere Schlösser, unser Paläste sind zum "Studio" geworden, wie der Ausländer das Atelier nennt.