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Marketing

Balenciaga sorgt mit kaputten Sneaker für Aufregung

Ausgelatscht, verdreckt und kaputt - Balenciagas neueste Sneaker.
Ausgelatscht, verdreckt und kaputt - Balenciagas neueste Sneaker.beigestellt/ Leopold Duchemin
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Das neueste Schuhmodell des französischen Modehauses Balenciaga sorgt im Netz für Diskussionen. Hinter den bis zur Unkenntlichkeit entstellten Sneaker steht vor allem gelungenes Marketing.

Ausgelatscht, verdreckt und kaputt - das beschreibt nicht nur einen x-beliebigen Turnschuh nach einem intensiven Festivalsommer, sondern so sehen auch die neuen Sneaker des französischen Modehauses Balenciaga aus. Der stolze Preis des „Paris High Top Sneaker Full Destroyed“ im „pre-worn-look“ sorgt im Netz für Diskussionen, ganze 1450 Euro darf man für ein Paar der bis zur Unkenntlichkeit behandelten Schuhe hinblättern.

Seit dem Launch der neuen Modelle am Montag ziehen die Kampagnen-Bilder von Leopold Duchemin im Internet ihre Kreise. Was auf der Balenciaga-Webseite als „zeitlose Freizeitmode“ beschreiben wird, ruft online Häme hervor.

 

Sneaker mit Statement?

Etwas untergegangen ist dabei die Tatsache, dass von den in den Kampagnenshots abgebildeten Exemplaren nur eine limitierte Stückzahl (rund 100) hergestellt wurden. Die tatsächlich im Onlineshop angebotenen Modelle sind zwar auch vom „distressed“-Look inspiriert, befinden sich aber deutlich näher an dem, was man gemeinhin unter Neuware versteht und kosten einiges weniger.

Mit der aufsehenerregenden Kampagne ist Balenciagas Kreativdirektor Demna ein medienwirksamer Coup gelungen, der die limitierte Version wohl als begehrtes Sammlerobjekt positionieren wird. Die Botschaft hinter der Kampagne sei aber eigentlich, dass die Schuhe dafür gedacht sind „ein Leben lang getragen zu werden“, so das Modehaus in einer Aussendung. Eine Aussage, in die Balenciaga-Fans sogar einen Aufruf zur Nachhaltigkeit und ein Umdenken in der Branche interpretieren.

Deutlich zurückhaltender: Der reguläre Sneaker, um nur 495 Euro.
Deutlich zurückhaltender: Der reguläre Sneaker, um nur 495 Euro.beigestellt

Bewährtes Konzept

Neu ist die Marketingstrategie von Balenciaga allerdings nicht, Kreativdirektor Demna ist bekannt dafür, mit seinen unüblichen Designs gerne Kontroversen auszulösen. Bereits vor einigen Jahren machte das französische Modehaus mit einer Handtasche Schlagzeilen, die dem ikonischen XL-Shopper von Ikea nachempfunden wurde. Freilich mit dem Unterschied, dass die „Arena Extra-Large Shopper Tote Bag“ deutlich teurer war als das Ikeamodell „Frakta“.

 

Und Balenciaga ist damit nicht mehr alleine. Im Winter 2020 erregten etwa Guccis „distressed tights“ die Gemüter. Das zerrissene Paar Strumpfhosen mit Löchern und Laufmaschen war damals um 160 Euro zu haben.

(red)