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Salzburg

Reisebus auf Westautobahn verunglückte nach Überholmanöver

APA/FRANZ NEUMAYR
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16 Personen wurden bei dem Unfall verletzt, fünf davon schwer. Das Fahrzeug war um 3.00 Uhr nach einem Überholmanöver gegen die Leitschiene geprallt.

Auf der Westautobahn bei Eugendorf hat sich in der Nacht auf Donnerstag ein Unfall mit einem Reisebus ereignet. Dabei wurden 16 Personen verletzt, fünf davon schwer, wie die Polizei zu Mittag informierte. Das Fahrzeug war um 3.00 Uhr nach einem Überholmanöver gegen die Leitschiene geprallt. Der Bus mit insgesamt 28 Insassen war auf der Fahrt nach Deutschland.

Der Unfall hat sich um ca. 3.00 Uhr zwischen den Anschlussstellen Salzburg-Nord und Wallersee (Gemeinde Eugendorf im Flachgau) in Fahrtrichtung Wien ereignet. In diesem Abschnitt befindet sich derzeit eine Baustelle mit Gegenverkehr.

Bus in die Höhe katapultiert

Kurz vor der Baustelle setzte der 56-jährige Kosovare eigenen Angaben zufolge auf Höhe Eugendorf zu einem Überholmanöver an. Er überholte am linken Fahrstreifen mit rund 80 km/h einen Lastwagen, der am rechten Fahrstreifen unterwegs war. Während des Überholvorganges fuhr er in die dortige Baustelle ein, wo sich die Fahrbahn in zwei Richtungen teilt. Da sich der Lkw am rechten Fahrstreifen befand, sei es ihm nicht mehr möglich gewesen, auf den für Busse und Lkws vorgesehenen Fahrstreifen nach rechts zu wechseln, schilderte der Buslenker. Die Überholspur wird hier auf die Gegenfahrbahn geleitet.

Der Reisebus touchierte nach Angaben der Polizei mit der Betonmittelleitwand, wurde in die Höhe katapultiert und setzte mehrere Meter später wieder auf der Fahrbahn auf. Das Fahrzeug durchbrach die Betonleitwand und kam an der Leitschiene auf der Gegenfahrbahn zum Stillstand.

Fünf Personen schwer verletzt

Alle Insassen des Busses konnten selbstständig den Reisebus verlassen. Gegen Mittag informierte die Landespolizeidirektion Salzburg, dass 16 Personen verletzt wurden, fünf schwer und elf leicht. Zehn der 26 Fahrgäste seien unverletzt geblieben. Auch der Busfahrer und sein Beifahrer blieben polizeilichen Angaben zufolge unverletzt. Im Bus befand sich nur ein Kind, das den Crash ebenfalls unverletzt überstand.

Die Westautobahn (A1) war in beiden Richtungen gesperrt. Um 5.45 Uhr wurde die Fahrbahn in Fahrtrichtung Deutschland wieder freigegeben. In Fahrtrichtung Wien dauerten die Aufräumarbeiten noch bis um 11.00 Uhr an. Zu Mittag war die Unfallstelle geräumt. Der Stau, der zeitweise bis zur Stadt Salzburg zurückreichte, löste sich auf.

Der Reisebus war Polizeisprecher Hans Wolfgruber zufolge vom Kosovo nach Hannover unterwegs. "Es handelt sich um Touristen, die offensichtlich aus dem Kosovo kommen."

Zur Unfallstelle war ein Großaufgebot an Helfern ausgerückt. Die Feuerwehren Hallwang und Eugendorf kamen mit etwa 60 Freiwilligen in acht Fahrzeugen, das Rote Kreuz rückte mit rund 50 Helfern in 14 Fahrzeugen an. Bezirksrettungskommandant Hermann Gerstgraser zufolge waren Sanitäterinnen und Sanitäter aus dem Flachgau, aus der Stadt Salzburg, aus dem benachbarten Oberösterreich und ein Fahrzeug aus Freilassing (Bayern) sowie drei Notärzte im Einsatz.

 

(APA)