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Albertina

Schrecken des Krieges: „Wer Augen hat, der sehe“

Frauenschändungen in Goyas „Desastres de la Guerra“: „Schon ist keine Zeit mehr“, 1810–1812(c) © Albertina, Wien
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Fotos aus der zerstörten Ukraine und Goyas Serie „Desastres de la Guerra“ hat man zu einem „Statement“ gegen den Krieg zusammengespannt.

Genauso brisant kann, soll Museumsarbeit sein: Innerhalb von nur wenigen Wochen hat die Albertina eine Sonderausstellung in ihr dichtes Programm eingebaut, die näher an der Zeit nicht sein könnte: „Die Schrecken des Krieges. Goya und die Gegenwart“ klingt zwar wie eine große Überblicksschau, auf die man tatsächlich noch warten wird müssen. Es ist aber ein ungewöhnlich ungleicher Paarlauf, dessen Logik sich durch die Mission rechtfertigt.

M. Palinchak, „Exodus“ (ein von Menschen aus dem Donbass übervoller Evakuationszug).Palinchak

Dem berühmtesten Grafikzyklus der westlichen Kunstgeschichte, Francisco de Goyas „Desastres de la Guerra“, werden Fotos der Zeitgeschichte, aus dem Krieg gegen die Ukraine, beigemengt. Gemacht hat diese der 1985 in Uzhgorod geborene, in Kiew lebende Fotograf Mykhaylo Palinchak, der sich wohl nie hat träumen lassen, gemeinsam mit Goya in der Albertina ausgestellt zu werden. Jedenfalls hätte er lieber etwas anderes geträumt. Denn er wollte nie das sein, was er über Nacht werden musste: ein Kriegsfotograf. Das erzählte Palinchak bei der Pressekonferenz, die auch von ukrainischen Diplomaten in Wien begleitet wurde.