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Bergauf

Der Tschoch am Joch: Radeln in den Dolomiten

Von Alta Badia in Südtirol aus lassen sich landschaftlich und sportlich reizvolle Pässe unter die Räder nehmen. Die langen Anstiege auf der Sellaronda sind mäßig steil, aber in Summe anstrengend genug.

Darf man eigentlich auch als überzeugter Republikaner königliche Gefühle empfinden? Ein bisschen schon, zumal dann, wenn man soeben auf den höchsten Punkt (die Cima Coppi) der Königsetappe des diesjährigen Giro d’Italia geradelt ist. Der Passo Pordoi, zu Deutsch Pordoijoch und auf Ladinisch Jouf de Pordoi, war mit seinen 2239 Metern der Scheitelpunkt der 20. Etappe des legendären Radrennens. Für Hobbysportler ist der Südtiroler Pass am Sellamassiv einer der Höhepunkte auf der Sellaronda, der vielleicht reizvollsten Tour in den Dolomiten.

Benedikt Kommenda


Die Runde (dank Liften auch im Winter mit Skiern zu fahren) ist bei Radenthusiasten so beliebt wie ehrfurchtgebietend, wenn sie auch mit knapp über 60 Kilometern Länge und etwas weniger als 1900 Metern Anstiegen nicht mehr als eine Bonsai-Version des Giro mit seinen 3445,6 Streckenkilometern und 50.580 Höhenmetern abgibt (den Gesamtsieg holte sich Ende Mai nach der 21. Etappe in Verona der Australier Jai Hindley nach insgesamt 86:31:14 Stunden Fahrt). Als Freizeitradler kämpft man aber schon nach gut drei Stunden Fahrt seit dem Start in Alta Badia mit der Steigung.