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Pizzicato

Eine Hochzeit auf Sylt

Sylt statt Toskana, Strandbar Sansibar statt eines Landguts nahe Lucca, Dünen statt Zypressen: Christian Lindner, FDP-Chef und Finanzminister, hat seine Traumhochzeit in Italien aus Sicherheitsgründen auf die Promi-Insel im hohen Norden verlegt. Gespart hat er dabei nicht.

Die halbe Regierung ist geladen, von Olaf Scholz und Robert Habeck abwärts. Dazu Friedrich Merz und Armin Laschet, die CDU-VIPs aus Lindners Heimat Nordrhein-Westfalen. Für sie war die Anreise zum Viertagesfest auf – so zumindest die Sicht der Hamburger – die Insel der Schönen und Reichen komfortabler.

7. 7. 22: Beim Trautermin bewies der Meister der Zahlen Sinn für Symbolik. Wobei sich Partycrasher und unliebsame Zaungäste einstellen könnten, Protestaktionen inklusive. Denn seit Einführung des Neun-Euro-Tickets stürmen die Deutschen Sylt just an Wochenenden. Damit ist im Herbst Schluss: Als Chef der klammen Kassen hat Lindner kein Geld zu verschenken. Sparen ist angesagt.

Übrigens versucht der Minister sein Glück zum zweiten Mal mit einer Journalistin ganz offiziell vor Standesamt und Altar. Dass sowohl seine Ex – sie ist Chefin der „Welt am Sonntag“ – als auch die Neue bei der „Welt“ arbeiten, ist nicht ohne Pikanterie. Umso mehr, als beide über Politik berichten. Über negative Presse in der „Welt“ braucht Lindner sich indessen bisher nicht zu beklagen.

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.07.2022)