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Vinzenz Höck: Das neue Kunstwerk an den Ringen

Vinzenz Höck
Vinzenz HöckGetty Images
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Vinzenz Höck schrieb österreichische Sportgeschichte, dann kamen Corona-Infektion, Rückschläge und Zweifel. Bei der EM möchte der 26-Jährige mit höherem Level wieder glänzen.

Knapp zwei Jahre ist es her, dass Vinzenz Höck der ganz große Durchbruch gelungen ist. Bei der EM 2020 in Mersin gewann er an den Ringen Silber, gleichbedeutend mit Österreichs erster Medaille im Kunstturnen seit 1955. Daran erinnert sich der Wahl-Innsbrucker gern zurück, noch wichtiger aber waren ihm die folgenden Leistungen. „Damals war das Teilnehmerfeld wegen Corona dezimiert. Mein großes Ziel war es, mich trotzdem durchzusetzen. Das habe ich geschafft“, so der 26-Jährige. 2021 folgte erst EM-Rang sieben, dann der Gesamtweltcupsieg und bei der WM fehlte lediglich ein Zehntelpunkt auf Bronze.

Daran möchte Höck anknüpfen, wie er als Dritter der Qualifikationbei den European Championships gezeigt hat und im Finale der Top acht angreifen wird. Die Umstellungen im Programm – seinen Schwierigkeitsgrad hat er auf 6,2 erhöht, das Maximum unter den Kollegen liegt bei 6,3 –, eine Corona-Infektion zu Saisonbeginn und körperliche Probleme machten ihm heuer zu schaffen, nach den großen Erfolgen im Vorjahr verspürte er zwischendurch auch eine gewisse Sättigung und Müdigkeit. „Vielleicht war ich ein bisschen verwöhnt und nicht mehr ganz so fleißig wie davor“, erklärt der Heeressportler. Zumal das dichte Programm wenig Zeit für Erholung und Reflexion lasse. „Die WM hat mir viel abverlangt, und ich konnte mich immer nur kurz auskurieren, weil es keine wirkliche Offseason gibt, sondern Schlag auf Schlag geht.“