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Zeitreise

Heute vor 90 Jahren: Prinz Liechtenstein als Fallschirmspringer

Die Prüfung des kühnen Sportmanns in Aspern.

Neue Freie Presse am 6. Dezember 1932

In einem Hangar in Aspern liegt auf dem Boden ein weißes, stark gefaltetes Etwas aus Seide, daran zahlreiche dünne Schnüre. Es ist ein Fallschirm. Daneben kniet mit lachenden Augen, ein Liedchen summend, Prinz Ferdinand Liechtenstein, der bekannte Sportsmann, und bastelt an den Schnüren herum, um dem Oberkommissär Klepsch von der Flughafenleitung zu beweisen, daß er sich mit dem Fallschirm auskennt. "Theoretische Prüfung" nennt man das. Prinz Liechtenstein, der seinen Mut schon als Rennfahrer, als Polospieler, Afrikafahrer, Flieger bewiesen hat, der heuer als Führer der Olympia-Expedition besonders populär gewesen ist, hat sich nämlich in den Kopf gesetzt, die Prüfung als Fallschirmspringer abzulegen. Und hat sie gestern in Aspern, wie die "Neue Freie Presse" bereits gestern mitgeteilt hat, bestanden. Es war ein rascher Entschluß, ebenso rasch die Ausführung.