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Marktbericht

Preissprung bei gebrauchten Eigentumswohnungen in der Wiener Innenstadt

Beliebt bei internationalen Kaufinteressenten: Hochwertige Altbauwohnungen mit hohen Räumen und Flügeltüren.(c) hanohiki - stock.adobe.com
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„Wohnungsatlas": Laut Otto Immobilien kostete eine Bestandswohnung im Schnitt 10.800 Euro pro Quadratmeter.

Dass die Preise für „gebrauchte" Eigentumswohnungen im
Vorjahr mit einem Plus von 24 Prozent gegenüber 2020 „sprungartig" gestiegen sind, geht aus dem aktuellen Wohnungsatlas für die Wiener City von Otto Immobilien hervor. Demnach lag der durchschnittliche Preis bei 10.800 Euro pro Quadratmeter und hat damit erstmals die magische 10.000 Euro-Grenze überschritten.

Für Erstbezugswohnungen im Eigentum wurden durchschnittlich 13.600 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Die Preise im oberen Segment zeigten sich aufgrund des geringen Angebotes zuletzt deutlich volatiler und hatten sich in den letzten Jahren mit einem Plus von 2,7 Prozent seitwärts entwickelt, erklärt Christopher Kmen, Senior Analyst bei Otto Immobilien Research.

Krisenresistentes Jahr 2021

2021 war laut Otto Immobilien mit einem Umsatz von 296 Millionen Euro ein verkaufsstarkes Jahr, was vor allem auf das
Wohnprojekt Kayser am Franz-Josefs-Kai 51 zurückzuführen sei. „Trotz fortlaufender Einschränkungen aufgrund der Pandemie hat sich 2021 als krisenresistent erwiesen, und konnte umsatzmäßig an das Erfolgsjahr 2019 anschließen“, sagt Kmen.

Aus dem Wohnungsatlas geht weiter hervor, dass die coronabedingten Reisebeschränkungen durchaus Konsequenzen hatten: Internationale Kunden bleiben weiterhin die Ausnahme, rund 90 Prozent aller City-Transaktionen der letzten drei Jahre gehen auf das Konto heimischer Käufer. Danach folgen Investoren aus Deutschland mit einem Anteil von 2,2 Prozent sowie Investoren aus den restlichen EU-Staaten.

„Die internationale Käuferschaft ist angesichts pandemiebedingter Einschränkungen und politischer Krisen zwar deutlich zurückhaltender, ihre stetige Nachfrage lässt aber darauf schließen, dass sie lediglich auf „Warteposition“ ist“, zeigt sich Sonja Kaspar, Abteilungsleiterin Immobilienvermarktung Wohnen, optimistisch.

Keine neuen Projekte am Markt

Neue Wohnbau-Projekte gibt es in der Wiener Innenstadt aktuell
nicht, die Pipeline ist leer. Eine attraktive Alternative zum Neubau
ist nach ihren Worten vor allem bei internationalen Interessenten die hochwertig renovierte und ausgestattete Altbauwohnung - mit hohen Räumen, Kastenfenstern und Flügeltüren.

Im 1. Bezirk gibt es laut Wohnungsatlas derzeit 4363 Eigentumswohnungen. Dieser Wert deckt sich mit dem letzten Update vom Herbst 2021, da es zurzeit keine neuen Projekte am Markt gibt und auch kein Wohnungseigentum begründet wurde. Die Nutzfläche aller Eigentumswohnungen beträgt damit in Summe ebenfalls erneut rund 455.674 Quadratmeter und die durchschnittliche Wohnungsgröße 104 Quadratmeter. Die meisten Wohnungen befinden sich im Schottenviertel (36 Prozent), gefolgt vom Kärntnerviertel (29 Prozent), dem Burgviertel (19 Prozent) und dem Stubenviertel (16 Prozent).

Mehr Infos unter: www.otto.at/marktberichte