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Marktupdate

Immobilienpreise in Durchschnittslagen gebremst, Anstieg in Spitzenlagen

In manchen Gegenden könnte es laut Makler-Netzwerk Engel & Völkers sogar Preisrückgänge geben.

Sinkende Kaufkraft wegen der Inflation sowie
steigende Zinsen dämpfen die Nachfrage für heimische Immobilien. In manchen Gegenden könnte es sogar Preisrückgänge geben. Allerdings gilt das vor allem für unterdurchschnittliche bis mittlere Lagen. Bei Guten bis sehr guten Lagen werde es hingegen kaum einen Nachfragerückgang geben, erwartet das Makler-Netzwerk Engel & Völkers. In Summe zeichne sich 2022/2023 eine "gesunde Marktkorrektur" am Immobilienmarkt ab.

Da es im ersten Halbjahr eine massive Teuerung gab, gehen die
Experten davon aus, dass trotz des Abschwungs im zweiten Halbjahr "die Preiszuwächse in Summe für das Jahr 2022 immer noch beträchtlich sind und voraussichtlich im höheren, einstelligen
Prozentbereich liegen werden". Die Anzahl der Wohnungsverkäufe
dürfte aber im Vergleich zum Vorjahr stagnieren.

Wiener Wohnungsmarkt

Der Durchschnittspreis für Eigentumswohnungen in Wien ist 2021 um rund elf Prozent gestiegen, wobei die Innenstadt und der innere Gürtel weiterhin besonders nachgefragt sind. Hohe Baukosten belasten die Gewinnerwartung der Investoren, was zukünftig zusammen mit der längeren Vermarktungsdauer zu Verwerfungen im Neubausegment führen wird. Der durchschnittliche Verkaufspreis bei Ein- und Zweifamilienhäusern stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Viertel auf rund 980.000 Euro. Damit wurde Tirol als teuerstes Bundesland überholt. Immobilienangebote bleiben in Wien knapp und begehrt, weshalb die Preise aktuell stabil bleiben werden.

Tirol: Viele Verkäufe im Premiumsegment

Die durchschnittlichen Verkaufspreise haben sich insbesondere auch in Tirol erneut stark erhöht. Der durchschnittliche Preis für Ein- und Zweifamilienhäuser stieg 2021 um rund 20 Prozent auf 957.000 Euro. Im Segment der Eigentumswohnungen gab es ebenfalls erneut eine deutliche Preissteigerung um rund 18 Prozent auf 5093 EUR/m2. Künftig wird es auch in Tirol zu einer Normalisierung des Marktes kommen, Florian Hofer, Geschäftsführer Alpenregion Tirol & Salzburger Land dazu: „Die Immobilienpreise in Tirol sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Es gibt zwar zukünftig einen leichten Nachfragerückgang, aber sowohl bei Wohnungen als auch bei Grundstücken ist nicht mit Preissenkungen zu rechnen. Da Geld wieder mehr wert ist, wird vor dem Kauf umso professioneller geprüft. Top Qualität und Werthaltigkeit der Lage ist entscheidend“.

Geringer Preisanstieg in der Steiermark

Mit durchschnittlichen Verkaufspreisen von rund 286.000 EUR bei Ein- und Zweifamilienhäusern und 3.030 EUR/m2 im Segment der Eigentumswohnungen ist die Steiermark nach dem Burgenland das günstigste Bundesland Österreichs.

Gewerbe: Diversifikation in renditestärkere Assetklassen

Die nach oben zeigende Zinsentwicklung wirkt sich dämpfend auf die Preisentwicklung des Gewerbeimmobilienmarkts aus. Eine Entwicklung, die den gesamten Wohnbaubereich trifft, sind außerdem steigende Baukosten. „Die Pandemie hat zu Lieferkettenproblemen geführt, die nicht nur Preissteigerungen, sondern auch eine Ressourcenknappheit verursacht haben. Diese Punkte erschweren in der Projektentwicklung die Erstellung einer verlässlichen Kalkulation und erhöhen somit das kaufmännische Risiko enorm“, sagt Christian Sommer, Geschäftsführer von Engel & Völkers Commercial Wien.

(APA/red.)