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Popchor im Porträt

Schmusechor: „Ich dirigiere nicht, ich tanze“

Schmusechor
Ein eigenes Kostüm-Team unter Sopranistin Mave Venturin (hier in Hellgrün) sorgt für den optischen Auftritt des Schmusechors.Nina Keinrath
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Bunt, glitzernd und mit viel Gefühl bricht der Wiener Schmusechor, geleitet von der Selfmade-Dirigentin Verena Giesinger, Chor-Konventionen. Damit erobert er immer größere Bühnen.

Es ist heiß im hintersten Raum im obersten Stock des Brut-Wien-Quartiers im Areal des alten Nordwestbahnhofs, und es riecht ein bisschen nach Bier. Zwei Dutzend junge Menschen stehen im Halbkreis aufgereiht, haben die Augen geschlossen, die Arme gehoben, und wippen hingebungsvoll zum Klang ihrer Stimmen.

„I want it that way“ von den Backstreet Boys steht am Probenplan. Verena Giesinger, nicht minder wippend auf ihrem Klavierhocker, schnippt den Takt, lächelt liebevoll und sorgt mit deutlichen Handzeichen dafür, dass jedes Crescendo sitzt, die Alt-Stimmen punktgenau synchron sind und kein Bass zu dominant wird. „Ich brauch Gespür, ich brauch Gefühl!“, ruft sie in die Runde. Und ihr Schmusechor liefert.