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Ausstellung

Mumok-Jubiläum: Allein im Reich der Tiere

Welch Fantasie: Gülsün Karamustafa fingiert in ihrem Video von 2007 eine Subszene in Istanbul, in der sich Frauen heimlich treffen, um Panther zu tragen.Karamustafa/Gulyuz
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Das ist kein Zoo, das ist ein ganzes Kunst-Reservat: 400 Werke mit und rund um Tiere versammelt das Mumok in einer großen Themenschau zum 60. Geburtstag. Eine irre Leistung mit tollen Entdeckungen. Aber wenig Informationen.

Miteiner thematisch mehr als würdigen Ausstellung begeht das Wiener Museum moderner Kunst seinen 60. Geburtstag (21. September). Scheint doch, nach heutigem Wissen, ausgerechnet mit einem sulawesischen Pustelschwein alles begonnen zu haben: Auf einzigartige 45.000 Jahre wurde die 2021 in der indonesischen Leang-Tedongnge-Höhle entdeckte Abbildung eines solchen datiert – die ältesten Bilder, die wir kennen, sie zeigen also Tiere.

400 Tierbilder sind es auch, die Mumok-Kuratorin Manuela Ammer und Künstlerin Ulrike Müller jetzt im Mumok zusammengetragen haben. Die Arbeit an „Das Tier in Dir“ stellt man sich demnach ziemlich manisch vor, noch dazu in den Coronajahren. Durchforstet wurde schließlich nicht nur die hauseigene Sammlung, aus der man allein 280 der 400 Werke mit animalem Charakter extrahierte, sondern auch andere österreichische Museen und Sammlungen, von denen man sich weitere 120 auslieh. Heraus kam eine der größten thematischen Schauen, die im Mumok je zu sehen waren. Sicher die mit dem populärsten Motto, es gibt für Kinder sogar einen eigenen Kurzführer in Pixi-Buch-Format. Soweit aber schon das Zugeständnis an die sicher und unweigerlich drohende Niedlichkeit.