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Kunstlicht

Es war ein Österreicher, der in Island die erste Oper dirigierte

Ereignisse, die am abseitigsten wirken, bergen oft die besten Geschichten – wie der erste Kunst-Salon von Islands neuer Botschafterin in Wien.

Der „beste Pianist Europas“? Heißt Snorri Ásmundsson und ist Isländer. Glauben Sie nicht? Zu Recht. Mit dieser Selbsttitulierung sorgte der Performancekünstler allerdings in Mexiko und seiner Heimat schon für ausverkaufte Säle. Deren unschuldigen Insassen er das Eintrittsgeld zumindest wieder rückerstattete. Aber erst, nachdem er ihnen die Enttäuschung über sein frischfröhliches Geklimper vom Gesicht gelesen hatte, mit dem Rücken zur Tastatur stehend.

Ein alter Schmäh, den Ásmundsson, der in Island auch schon als Präsident kandidierte, unlängst in seiner Heimatbotschaft in Wien wiederholte – bei einem Empfang für isländische Künstlerinnen und Künstler in Österreich. Dabei hat 1980 schon ein gewisser Hermann Nitsch mit Kunststudierenden in Reykjavik ein Lärmorchester gegründet. Doch das ist nicht die einzige Brücke, die isländisches mit österreichischem Musikleben verbindet.