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Präsidentenwechsel

Österreichs Anwaltschaft unter neuer Führung

Armenak Utudjan, Wirtschaftsanwalt in Wien
Armenak Utudjan, Wirtschaftsanwalt in Wien(c) Lukas Lorenz
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Der Wiener Armenak Utudjian löst den Salzburger Örak-Präsidenten Rupert Wolff ab.

Der Österreichische Rechtsanwaltskammertag (Örak) steht ab sofort unter neuer Führung: Der Wiener Rechtsanwalt Armenak Utudjian (58), bisher Vizepräsident des Örak, wurde am Donnerstag von der Vertreterversammlung im burgenländischen Andau zum Nachfolger des bisherigen Präsidenten, Rupert Wolff (65), gewählt.

Wolff bleibt Anwalt, aber mit mehr Freizeit

Der Salzburger Wolff legte das Amt ein Jahr vor dem regulären Ende seiner bereits vierten dreijährigen Amtsperiode zurück. Als Rechtsanwalt mit künftig mehr Freizeit bleibt er aber aktiv. Wolff hat in seinen elf Jahren an der Spitze der Anwaltskammern immer wieder öffentlich die Stimme erhoben, wenn er die Grund- und Freiheitsrechte gefährdet sah. „Wir Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte haben uns einen Namen gemacht als Kritikerinnen und Mahner aller Tendenzen, diesen Rechtsstaat auszuhöhlen. Wir werden gehört und ernst genommen, darauf können wir stolz sein“, konstatierte der neue Ehrenpräsident bei seinem Abschied.

Armenische Vorfahren

Armenak Utudjian – der Name steht in der Tradition seiner armenischen Vorfahren – ist seit 1993 als Rechtsanwalt in Wien tätig. Ab 2011 war er Vizepräsident des Örak. „Erhalt und Ausbau des Rechtsstaates ist weiter die vordringlichste Aufgabe als Rechtsanwaltschaft“, sagte Utudjian.
Neu ins Präsidium gekommen ist Petra Cernochova (40), die seit 2009 in Wien und seit 2010 auch in der Tschechischen Republik Rechtsanwältin ist. Sie tritt damit an die Seite von Vizepräsidentin Marcella Prunbauer-Glaser (Wien) und Vizepräsident Bernhard Fink (Kärnten).

Zusammen mit Utudjian repräsentieren sie 6900 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und 2300 Berufsanwärter und -anwärterinnen. Die erste Funktionsperiode für Utudjian und Cernochova dauert ein Jahr, danach wird wieder gewählt.

(kom/APA)