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Kryptowährung

Die Sprache von Bitcoin

Bitcoin-Fans haben nach eigenen Aussagen die orange Pille geschluckt. Jetzt sehen sie das Geldsystem, wie es ist.(c) REUTERS (AGUSTIN MARCARIAN)
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Bitcoin ist nicht nur ein dezentrales digitales Zahlungssystem, es ist auch eine (Jugend-)Kultur mit zahlreichen popkulturellen Anspielungen. Was hinter den auf Außenstehende mitunter bizarr anmutenden Begriffen steht.

Sie verpassen sich Laseraugen in sozialen Medien, sie bekommen einen verzückten Blick, wenn sie von Bitcoin sprechen – Bitcoin-Fans wirken auf Außenstehende mitunter ein wenig schräg. Dabei ist Bitcoin doch nicht mehr als ein digitales, dezentrales Zahlungssystem, das auf Kryptographie basiert und Peer-to-Peer-Zahlungen ohne Zwischeninstanz ermöglicht. Warum erweckt die älteste Kryptowährung bei vielen Menschen eine so starke Hoffnung auf eine bessere Welt, dass sie „Bitcoin fixes this“ als Credo auf ihren T-Shirts oder in ihren Twitter-Biografien stehen haben?

Wenn Gegner Bitcoin als Religion bezeichnen, meinen sie das durchwegs negativ, in dem Sinn, dass Bitcoiner irrational und fremdbestimmt wären. Auch Bitcoin-Fans sind mit der Kritik nicht glücklich. Denn Bitcoin habe ja gar nichts mit Glauben und Vertrauen zu tun, sondern mit Kryptographie. Immerhin heiße es „Don’t trust, verify“. Vielmehr sei es das gegenwärtige Geldsystem, das „Fiat-System“, das auf Vertrauen basiere, in dem man Banken und Zentralbanken als Vermittler benötige und dafür, dass sie Geld aus dem Nichts erschaffen wie Gott die Schöpfung, indem er „Fiat Lux“, „Es werde Licht“, spricht. Bei Bitcoin brauche man keine solchen Instanzen.