Buchbesprechung

"Der Onkel": Der Habicht ist gelandet

Michael Ostrowski
Michael Ostrowski(c) IMAGO/Sven Simon
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Michael Ostrowskis „Der Onkel“ war erst Film, dann Roman. Durch beide fetzt „Magic“ Mike Bottini, ein Höllenbraten und Himmelhund, dessen liebstes Beutetier der Spießer ist.

Für einen Romanerstling kann Michael Ostrowskis „Der Onkel“ mit einer prominenten Empfehlung aufwarten: Niemand Geringerer als Elfriede Jelinek legt das Buch allen ans Herz, die in einem schlichten Einfamilienhaus aus den frühen Siebzigerjahren sitzen. Möge ihnen ein Licht aufgehen, so der fromme Wunsch der Nobelpreisträgerin.

Ein gewisses Erleuchtungserlebnis stellt sich allerdings auch in der Altbauwohnung ein, wenn Magic Mike Bottini wie der Habicht in den Hühnerstall in die Vorstadtidylle seines im Koma liegenden Bruders einfällt. Sandro und Mike waren unzertrennlich, bis ihnen Gloria passierte, die sich für den verlässlicheren Sandro entschied und Mike das Herz brach, der 17 Jahre lang verschwand.

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