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Drogen

LSD als Medizin?

Die Papierstückchen sind imprägniert mit LSD. Die Droge gehört zu den stärksten Halluzinogenen.
Die Papierstückchen sind imprägniert mit LSD. Die Droge gehört zu den stärksten Halluzinogenen.(c) Tek Image/picturedesk.com
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In Therapien auf psychedelische Substanzen zurückzugreifen erlebe eine Renaissance, sagt Anuschka Roshani. Die Autorin hat einen Selbstversuch unter ärztlicher Aufsicht gestartet.

Es sei eine Mischung aus journalistischer und persönlicher Neugierde gewesen. Eine Mischung, die sie dazu veranlasste, sechs LSD-Trips zu erleben. Im Universitätsspital Basel machte die Verhaltensbiologin Anuschka Roshani als Probandin einer Studie ihre ersten Erfahrung mit psychedelischen Substanzen. Dabei sei sie naiv gewesen: ohne Erfahrung und frei jeglicher Erwartung. Unter ärztlicher Aufsicht und mit musikalischer Begleitung habe sie während der Trips zum einen den Anstieg ihrer Köpertemperatur gefühlt und zum anderen eine, wie sie sagt, „gewaltige Erfahrung“. Mit geschlossenen Augen habe sie bei jedem Mal eine Art Film ablaufen gesehen, mal waren Todessymbole wie blutige Wunden und Skelette zu erkennen und an anderen Tagen positive Szenarien wie Bäume, die zu atmen anfingen, oder strahlendes Licht.

Währenddessen habe sie das Gespür für Raum und Zeit verloren, und sie beschreibt diesen Umstand als anstrengend. Insgesamt sei es für sie unvorstellbar, Lysergsäurediethylamid (LSD) ohne professionelle Betreuung einzunehmen. Schließlich ist es nicht auszuschließen, durch die bewusstseinserweiternden- und verändernden Erfahrungen in Panik zu geraten.