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Syrien

Warum hielten die USA den Tod des IS-Chefs so lang geheim?

Denkmal in der syrisch-kurdischen Stadt Kobane.
APA/AFP/DELIL SOULEIMAN
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Terrorführer al-Quaraishi starb bereits Ende Oktober. Die Nachricht wurde jedoch erst jetzt bekannt und heizt den Streit der USA mit der Türkei über einen Einmarsch in Nord-Syrien an. Die Amerikaner warnen vor einer Intervention.

Der Tod von IS-Chef Abu al-Hasan al-Hashimi al-Quraishi heizt den Streit um den angekündigten neuen türkischen Einmarsch in Syrien an. Quraishi starb bereits im Oktober, offenbar in einem Scharmützel mit einer lokalen Rebellengruppe im südsyrischen Daraa. Die USA wussten seit Wochen Bescheid, bestätigten den Tod des Irakers Quraishi aber erst, nachdem der Islamische Staat die Nachricht am Mittwoch verbreitet hatte.

Neuer IS-Anführer ist demnach Abu al-Hussein al-Husseini al-Quraishi. Der Name Quraishi bedeutet nicht, dass der alte und der neue IS-Chef verwandt sind: Quraishi ist der Name eines Clans in Mekka, zu dem einst der Prophet Mohammed gehörte; die Bezeichnung soll den jeweiligen IS-Chef als Nachfolger des Propheten legitimieren.