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Leitartikel

Fluchtmigration und Arbeitsmarkt sind nicht unbedingt Gegensätze

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Viele Menschen zieht es nach Europa. Ein striktes Management der Außengrenze wird es noch länger nicht geben.APA/AFP/MARCOS MORENO
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Hierzulande bemüht man sich viel zu wenig um jene irregulären Migranten, die willens und in der Lage sind, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Es ist in Zeiten, in denen die Staatsanwaltschaft einer Ex-Vizepräsidentin des Europaparlaments unter anderem „Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Korruption“ vorwirft, vielleicht nicht das zündendste Europa bewegende Thema. Aber dafür eines, das uns noch länger verfolgen wird: das Versagen Europas in zwei wirtschaftlich sehr wichtigen Bereichen. In der Energiepolitik, wo der zweitmächtigste Wirtschaftsblock der Welt gegenüber wichtigen Energie- und Rohstofflieferanten sehr zersplittert und damit schwach auftritt. Und vor allem in der völlig entglittenen irregulären Migration über die Asylschiene, die die hiesigen Sozialsysteme immer stärker überdehnt, dem unter zunehmendem Fachkräftemangel leidenden Arbeitsmarkt aber nicht nützt.

Da stimmt etwas nicht. Die augenscheinliche Lösung – striktes Management der Außengrenze, klare Abweisung von Migranten ohne Asylgrund, dafür aktive Anwerbung von Arbeitskräften mit Qualifikation oder Qualifikationspotenzial – wird es noch lange nicht geben. So realistisch muss man sein.