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Iran: Boeing bei Notlandung verunglückt - 77 Tote

Iranisches Passagierflugzeug abgestuerzt Tote
Iranisches Passagierflugzeug abgestürzt(c) AP (Esfandiar Asgharkhani)
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Bei dem Absturz der Boeing 727 der IranAir sind 77 der 104 Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine hatte zehn Minuten vor der geplanten Ankunft im Nordwesten des Landes notlanden müssen.

Bei einem Flugzeugunglück im Iran sind am Sonntag bis zu 77 der 104 Insassen ums Leben gekommen. 27 Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden, teilte das Transportministerium in Teheran mit. Die Boeing 727 der staatlichen Fluggesellschaft IranAir stürzte Medienberichten zufolge während einer Notlandung inmitten eines Schneesturms im Nordwesten des Landes ab.

Die Piloten des Inlandsflugs hätten zuvor einen technischen Defekt an den Tower gemeldet, berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur MEHR. Am Montag wurde der Flugschreiber gefunden. Die Black Box werde nun ausgewertet, sagte der iranische Verkehrsminister Hamid Behbahani.

Zwei vergebliche Landeversuche

Laut Staatsfernsehen verschwand die in Teheran gestartete Maschine vom Radar und stürzte nach zwei vergeblichen Landeversuchen ab. Aus noch ungeklärter Ursache hatte die Boeing zehn Minuten vor der geplanten Ankunft in Urmia im Nordwesten des Landes notlanden müssen.

Mahmoud Mozaffar vom Roten Halbmond sagte im Fernsehen, die Boeing 727 sei in mehrere Teile zerbrochen. Es habe aber weder eine Explosion noch einen Brand gegeben. Der Leiter des Notfallzentrums, Gholam Reza Massoumi, erklärte laut der halbamtlichen Nachrichtenagentur FARS, Schnee erschwere die Rettungsbemühungen. Dem Bericht zufolge herrschte in der Region außerdem dichter Nebel.

Präsident Mahmud Ahmadinedschad sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und verlangte eine schnelle Aufklärung der Unglücksursache.

Im Iran kommt es häufiger zu Flugzeugunglücken, weil viele Maschinen überaltert und schlecht gewartet sind. Im Juli 2009 stürzte eine Maschine kurz nach dem Start in Teheran im Nordwesten des Landes ab, dabei kamen alle 168 Menschen an Bord ums Leben.


(Ag.)