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Hitler-Gruß

Auftritt von Pantera auch in Wien abgesagt

Philip Anselmo 2019.
Philip Anselmo 2019.(c) IMAGO/Gonzales Photo (Gonzales Photo/Christian Hjorth)
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Nach der Ausladung von deutschen Festivals wird nun auch das Wien-Gastspiel der Heavy-Metal-Band abgesagt. Sänger Phil Anselmo hatte 2016 auf einer Bühne den Hitlergruß gezeigt.

Am 31. Mai hätte Pantera im Wiener Gasometer spielen sollen. Doch das Wien-Gastspiel der Heavy-Metal-Band in Wien ist abgesagt, wie der Veranstalter am Mittwoch mitteilte. "Alle Tickets können zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden", hieß es seitens Barracuda Music.

Die Wiener Grünen forderten am Dienstag, dass der Auftritt abgesagt werde: „Gerade Wien hat aufgrund seiner nationalsozialistischen Vergangenheit eine besondere historische Verantwortung, sich gegen jede Form von Rechtsextremismus zu stellen. Der Auftritt von Pantera ist mit dieser Verantwortung völlig unvereinbar“, hieß es am Dienstag in einer Aussendung: „Daher kann es auch für Wien nur heißen: Keine Bühne für einen Hitlergrüßer, keine Bühne für Pantera!“

Was war passiert? Bei einem Konzert 2016 machte Phil Anselmo, Sänger der US-amerikanischen Heavy-Metal-Band Pantera, zum – an sich politisch indifferenten – Song „Walk“ den Hitlergruß und rief „White Power!“. Der gebürtige Texaner Anselmo hat dieses auf Video bezeugte Fehlverhalten zwar öffentlich bereut und erklärt, er habe sich bereits 1992 in seinem Songtext „No Good (Attack the Radical)“ gegen Rassismus positioniert. Dennoch wurde vielfach kritisiert, dass die Band, die heuer auf Reunion-Tour ist, beim Festival „Rock im Park“ programmiert war, zumal dieses auf dem Zeppelinfeld stattfindet, einem Teil des Geländes, auf dem von 1933 bis 1938 die NSDAP-Reichsparteitage abgehalten wurden. Der Veranstalter hielt zunächst am Auftritt von Pantera fest, sagte am Montagabend aber ab. Und zwar nicht nur bei „Rock im Park“, sondern auch beim Zwillingsfestival „Rock am Ring“ am Nürburgring. Nach intensiven Gesprächen mit Künstlern, Partnern und Festivalfans habe man sich entschlossen, die Band aus dem Programm zu nehmen, hieß es.

 

(red.)