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Die Schuhe der Österreicherin Carolin Holzhuber waren 2014 im Finale des International-Talent-Support-Wettbewerbs.
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Triest: Erfolgsrezept für eine Modemetropole

Seit zwanzig Jahren rückt Triest dank des International-Talent-Support-Wettbewerbs näher an das internationale Modetreiben. Ein neues Museum macht dieses Engagement nun permanent nachvollziehbar.

Von Wien aus gesehen erlebt Triest in den letzten Jahren ohnehin eine kleine Renaissance: Man fährt gern hierher auf Urlaub, oder man kauft gar eine Wohnung und richtet sie chic her. Deutsch mit österreichischer Färbung ist um die mit königlich-kaiserlicher Pracht ausgestattete Piazza Unità d’Italia, für eine 200.000-Einwohner-Stadt ist sie vielleicht etwas wuchtig geraten, häufig zu hören. Aus italienischer Perspektive sieht die Angelegenheit anders aus: Die Regionalmetropole liegt so weit im Osten an der nordadriatischen Küste, wo die Landschaft schon Züge des Karsts annimmt, dass sie sich in den Augen vieler geradezu exotisch ausmacht und ebenso entrückt erscheint wie die anderssprachigen Gebiete im Aostatal oder Südtirol. Mit der Mission, diesen exotischen Platz auf der internationalen Modelandkarte zu verorten, trat vor 20 Jahren Barbara Franchin mit zwei Mitstreitern auf den Plan.

Dank der engagierten Ausrichtung eines internationalen Modepreises, einer ordentlichen Dosis Beharrlichkeit und der Unterstützung von Diesel-Chef Renzo Rosso hat sie es in dieser Zeit wirklich geschafft, aus einem „hic sunt leones“ eine Destination zu machen, die der globalen Avantgardeszene ein Begriff ist und als wichtige Plattform für aufstrebende Designer gilt. Der Name ist Programm: Dank der Initiative des International Talent Support mit angehängtem Wettbewerb, kurz ITS Contest, ist Triest für viele Modeschaffende zu Beginn ihrer Karriere zu einem markanten Zwischenstopp geworden. „Dass Renzo Rosso an unser Projekt glaubte, hat einen riesigen Unterschied gemacht“, erzählt Franchin an einem Spätwintertag im neuen Sitz der ITS-Stiftung. „Heute ist es unser Ziel, eine gemeinsame Initiative für die Unterstützung junger Designerinnen und Designer aus Italien auf die Beine zu stellen“, fügt sie hinzu. Ein solcher systematischer Support nämlich lasse, ungeachtet des Engagements der Camera Nazionale della Moda Italiana mit Fokus auf die großen Player, noch auf sich warten.