Jugendkatechismus: Kirche - forever young?

Verlockungen des „Konsumismus" und Ertrinken in Pornografie: Dadurch sieht Papst Benedikt XVI. Jugendliche besonders gefährdet. Wie er mehrfach gepredigt und geschrieben hat - jetzt auch im Vorwort des Jugendkatechismus.

Heute, Freitag, wird Kardinal Christoph Schönborn weltweit zum ersten Mal das handliche, bunte Werk präsentieren. Herausgeber ist die Österreichische Bischofskonferenz. Der Pattloch-Verlag jubelt: 15 Übersetzungen sind bisher geplant. Beim Weltjugendtag in Madrid sollen 700.000 Exemplare als Geschenk des Papstes verteilt werden.

Auf knapp über 300 Seiten wird versucht, in jugendgerechter Sprache den christlichen Glauben und die katholische Lehre zu entfalten. Warum ist die Kirche gegen voreheliche Sexualbeziehungen? Was ist mit Menschen, die homosexuell empfinden? Warum ist Maria Jungfrau? Wozu sind wir auf der Erde? Was ist das ewige Leben?

Manche Fragen mögen vielleicht überraschen. Die Antworten tun es nicht. Kein Wunder, basieren sie doch auf dem (eher spröden) Weltkatechismus, der vor 14 Jahren herausgegeben wurde. Und eben nicht beispielsweise auf dem Katechismus von Bischofskonferenzen, die im Eifer des Aufbruchs nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil publiziert wurden.

Wohltuend jedenfalls: Der erhobene Zeigefinger fehlt.