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"Bankenkritik wie Judenverfolgung": Fekter entschuldigt sich

FekterVergleich Finanzministerin entschuldigt sich
Archivbild: Spindelegger und Fekter.
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Finanzministerin Fekter hat die Kritik an Banken mit der Judenverfolgung verglichen. Nun kommt sie der Anregung ihres Parteichefs Michael Spindelegger nach und entschuldigt sich.

[Wien/red.] Finanzministerin Maria Fekter hat sich nach heftiger Kritik für ihren Vergleich von Feindbildern gegen Banken und Reiche mit der Judenverfolgung in der NS-Zeit entschuldigt. „Wenn sich durch meine Aussagen Menschen oder Gruppierungen verletzt gefühlt haben, bedaure ich das zutiefst“, so die ÖVP-Ministerin in einer Aussendung am Sonntagnachmittag. Ein Vergleich mit dem Regime des Nationalsozialismus oder dem Holocaust sei weder ihr Ansinnen noch ihre Intention gewesen.

Fekter wörtlich: „Daher entschuldige ich mich bei all jenen, die durch meine Aussagen irritiert waren.“ Ihr sei es einzig darum gegangen, mahnende Worte gegen Feindbilder und Hetze zu finden. Die Gesellschaft dürfe niemals in Gut und Böse eingeteilt werden. Zuvor hatte Parteichef Spindelegger seiner Ministerin in der ORF-Pressestunde eine sorgfältigere Wortwahl nahegelegt. Die Grünen hatten ihren Rücktritt gefordert, sollte sie sich nicht entschuldigen.

"Bauen enorme Feindbilder auf"

Folgender Satz Fekters am Rande des Finanzminister-Treffens hatte für die Aufregung gesorgt:  "Wir bauen gerade enorme Feindbilder in Europa auf: gegen die Banker, gegen die Reichen, gegen die Vermögenden. So etwas hatten wir schon einmal. Damals war's dann verbrämt gegen die Juden, aber gemeint waren damals ähnliche Gruppierungen, und es hat zwei Mal in einem Krieg geendet", brachte Fekter ihre Sorge vor verstärkten Nationalismen in Zusammenhang mit den Diskussionen um die Euro-Rettung zum Ausdruck (siehe ORF-TVthek).

("Die Presse", red.)