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Eklat um Ring-Demo: Polizei untersagt Sperre

Symbolbild
(c) Clemens Faby
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Eine Veranstaltung rund um die europäischen Mobilitätstage darf wegen des starken Verkehrs nicht auf der Fahrbahn stattfinden. Man werde versuchen, die Veranstaltung trotzdem durchzuziehen, so die Organisatoren.

Wien/Awe. Vier Mal schon rollten in den vergangenen Jahren Aktivisten auf der Wiener Ringstraße ihren Rollrasen aus und entspannten für mehrere Stunden in der Sonne. 2011 jedoch stellt sich die Veranstaltungsbehörde quer.

Am Dienstag erhielten die Organisatoren von „Rasen am Ring“, das als aktionistischer Höhepunkt der europäischen Mobilitätswoche (16. bis 22. September) gedacht war, eine Abfuhr. Begründung: Das Verkehrsaufkommen sei während des geplanten Veranstaltungszeitpunkts (Freitag, 14 bis 20 Uhr) zu hoch, um eine Sperre des betroffenen Abschnitts am Parkring verantworten zu können.

Bei der Plattform Autofreie Stadt (www.autofreiestadt.at) sieht man das naturgemäß anders. Die Organisation ist ein loser Zusammenschluss aus unterschiedlichsten NGOs. Mit dabei sind u.a. Greenpeace, die Globalisierungskritiker von Attac, verschiedene Radfahrorganisationen, aber auch die Pfadfinder Österreichs.

„Diese Entscheidung verstößt unserer Meinung nach gegen die Versammlungsfreiheit“, sagt Alec Hager von der Radlobby IGF. Man werde nun versuchen, die Veranstaltung trotzdem durchzuziehen. Ort und Zeitpunkt bleiben gleich. Wie, sei jedoch unklar. Man werde sich jedenfalls etwas „überlegen“.

An der europäischen Mobilitätswoche nehmen dieses Jahr 429 Städte und Gemeinden teil. Im Mittelpunkt stehen nachhaltige und klimafreundliche Verkehrskonzepte. Brüssel etwa sperrt am Freitag die gesamte Innenstadt für den KFZ-Verkehr.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.09.2011)