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Vorstellung: Clementine Skorpil

Diese Frau tötet in ihrem aktuellen Roman Jesuiten und lässt das Verbrechen von Chinesen aufklären.

Hauptsächlich befasst sie sich mit Fall- und Rechtschreibfehlern anderer. Ihre wahre Berufung findet Clementine Skorpil aber selbst in der schreibenden Zunft. Die Steirerin hat im Herbst 2011 ihren ersten Roman veröffentlicht und wurde Anfang des Jahres in den Literaturkreis „Podium“ aufgenommen, in dem sich Autoren wie Cornelia Travnicek und Peter Henisch tummeln.

Das Schreiben liegt bei Skorpil in der Familie: Der Onkel ist der Schriftsteller Herbert Eisenreich und Tante Brigitta Eisenreich sorgte 2010 für Aufmerksamkeit, als sie ein Buch über ihre Affäre mit dem Lyriker Paul Celan veröffentlichte (Suhrkamp Verlag). Für ihr erstes Buch brauchte Skorpil dann fast sieben Jahre: In „Die Harmonie im Kerker des Mandarin“ (Edition Hochfeld), einem historischen Kriminalroman, lässt sie einen Jesuitenpater töten und den Mord von einem Chinesen aufklären. „Mich interessiert, wie andere Kulturen die Welt wahrnehmen“, begründet Skorpil, die Sinologie studiert hat, das Setting. Das nächste Buch ist im Herbst geplant, dazwischen schreibt Skorpil fleißig auch an Kurzgeschichten. Zuletzt erschienen in der Antalogie „Tatort Beisl“ (Falter Verlag).

Die Geschichte gibt’s live zu hören beim Krimifrühstück im Cinema Paradiso, 11. 3., 11 Uhr