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Libyen warnt Italien vor neuer Migrationswelle

Die Außenminister Libyens und Italiens.
EPA (Mario De Renzis)
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Aus Nordafrika ist einer Anstieg zu erwarten, sagt das Außeministerium. Auf Malta trafen bereits 95 afrikanische Flüchtlinge ein.

Libyen warnt Italien und die EU vor einer neuen Migrationswelle aus Nordafrika. Die Lage sei zurzeit unter Kontrolle, doch es gebe mehrere Signale, dass die Migration aus Libyen in Richtung Süditalien stark zunehmen könnte, warnte der libysche Außenminister Ashour Bin Khayal bei einem Treffen mit seinem italienischen Amtskollegen Giulio Terzi di Santagata am Samstag in Rom.

Entlang der Grenze zwischen Ägypten und Libyen seien Flüchtlinge unterwegs. Ihre Zahl könnte bald steigen. "Wir wollen Europa warnen, damit das Problem in Angriff genommen wird", sagte der libysche Außenminister.

Thema auf EU-Agenda

"Das Thema der Migration ist eine dringende Frage, mit der sich Europa befassen muss", sagte der italienische Außenminister. Er wolle das Thema am kommenden Montag in Brüssel ansprechen. Die EU benötige dringend einen Plan, um das Problem der Migration unter Kontrolle zu bringen.

23 tunesische Migranten landeten am Samstag in Mazara del Vallo auf Sizilien. Sie waren an Bord eines Bootes unterwegs, das von der italienischen Küstenwache gesichtet wurde. Die Migranten wurden in einem Flüchtlingslager untergebracht.

Zwei weitere Boote mit insgesamt 95 afrikanischen Migranten trafen am Samstag auf Malta ein. Zu den Flüchtlingen aus Eritrea und Somalia zählen mehrere Frauen und Kinder. Sie wurden von der Polizei identifiziert und in einem Aufnahmelager auf der Insel untergebracht, berichteten italienische Medien. Weitere Flüchtlingsboote wurden unweit von Malta gesichtet. Motorboote der maltesischen Küstenwache patrouillieren.

 

(APA)