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Griechischer Faschistenchef lobt Nazis und Hitler

Nikos Michaloliakos (rechts im Bild)
Nikos Michaloliakos (rechts im Bild)(c) EPA (STR)
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Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg in Griechenland seien "von Deutschen, aber nicht von Nazis" begangen worden, sagt Nikos Michaloliakos.

Inmitten der politischen Krise nach der Wahl in Griechenland hat sich der Chef der neu im Parlament vertretenen Faschisten, Nikos Michaloliakos, anerkennend über Adolf Hitler und die Nazis geäußert. "Das deutsche Volk hat Hitler verehrt, und sein Land erlebte ein großartiges Wirtschaftswachstum", sagte der Vorsitzende der Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) am Sonntag in der griechischen Tageszeitung "Eleftheros Typos". Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkriegs in Griechenland seien "von Deutschen, aber nicht von Nazis" begangen worden, zeigte er sich überzeugt.

"Wir haben Hitler bekämpft, weil er uns angegriffen hat", legte Michaloliakos in der Zeitung seine Sicht der Geschichte dar. "Aber auch ohne Hitler waren wir in den vergangenen 67 Jahren unglücklich", behauptete er. Bei der Parlamentswahl am vergangenen Sonntag hatten die Neonazis knapp sieben Prozent der Stimmen und 21 Mandate erhalten. Sie zogen damit erstmals in Griechenlands Parlament ein. Bei dem Urnengang wurden die Regierung abgestraft und die Opposition gestärkt. Wie mehrere linke Parteien lehnen auch die Neonazis den mit den internationalen Geldgebern Griechenlands vereinbarten radikalen Sparkurs des Landes ab.

Michaloliakos sollte am Sonntag in Athen mit Präsident Karolos Papoulias zusammenkommen. Dieser führt nach drei gescheiterten Versuchen zur Bildung einer Regierung Krisengespräche mit den im Parlament vertretenen Parteien. Am Vormittag empfing er die Chefs der konservativen Nea Dimokratia, der radikallinken SYRIZA und der sozialistischen PASOK, die bei der Wahl auf den ersten drei Plätzen gelandet waren. Das Gespräch blieb zunächst ohne Ergebnis. Am Nachmittag sollten die kleineren Parteien folgen. Die Gespräche können über mehrere Tage laufen. Sollten sie scheitern, stehen im Juni Neuwahlen an.

 

(Ag.)