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Beamte, Jobsucher: Sonderurlaub als Hilfsanreiz

Beamte Jobsucher Hilfsanreiz
Beamte Jobsucher Hilfsanreiz(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ M. Oberlaender)
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Ministerin Heinisch-Hosek gewährt Sonderurlaub. Vizelandeshauptmann Sobotka setzt Arbeitslose ein.

Wien/Red. Auf die Flut folgt das große Aufräumen: Bedienstete des Bundes, die für Freiwillige Feuerwehr, Rotes Kreuz & Co. unbezahlt helfen, dürfen sich dafür Sonderurlaub nehmen. Diesen gewährt Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Mittwoch per Erlass. Gleichzeitig macht das Land Niederösterreich Arbeitslosen ein Angebot: Für brutto 1700 Euro im Monat können sie Katastrophenhilfe leisten.

Der Sonderurlaub für Bundesbedienstete kann mehrere Tage, aber auch bis zu einigen Wochen dauern. Das Gehalt wird weiterhin bezahlt. Heinisch-Hosek: „So gewährleisten wir eine rasche und unbürokratische Hilfe für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe.“ Der Bundesdienst gehe damit mit gutem Beispiel voran. In der Privatwirtschaft müssen sich freiwillige Helfer in der Regel Urlaub bei ihrem Arbeitgeber nehmen.

Während im Raum Amstetten erste Aufräumarbeiten begonnen haben, kündigt das Land Niederösterreich eine Wiederholung einer Aktion an, die bereits beim Hochwasser 2002 durchgeführt wurde. Angesprochen sind Arbeitslose laut Landeshauptmannvize Wolfgang Sobotka (ÖVP) und Karl Fakler, Chef des Landesarbeitsmarktservice (AMS), vor allem junge Männer im Alter von 20 bis 24 Jahren.

 

„Schlechtes Image“ verbessern

Gemeinden können Hilfskräfte für maximal zwei Monate zur Verfügung gestellt bekommen. Finanziert wird der Einsatz je zur Hälfte von Land und AMS. Die Arbeitslosen würden beim Landesverein „Jugend und Arbeit“ angemeldet werden. Bei kürzerem Einsatz erfolge die Bezahlung aliquot nach Tagen. Die Gemeinden können auf dieses Angebot sofort zurückgreifen, sagte Sobotka. Man rechne mit vielen Interessierten – 2002 wären es sogar zu viele gewesen. Laut Fakler sind in den betroffenen Gebieten derzeit rund 1000 Männer der Zielgruppe arbeitslos gemeldet. Diese seien gefordert, ihr „oft schlechtes Image“ zu verbessern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.06.2013)