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Mariahilfer Straße soll gepflastert werden

Mariahilfer Strasse soll gepflastert
Einer der neuen Entwürfe für die Fußgängerzone Mariahilfer Straße.(c) b+b orso.pitro
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Ab dem Frühjahr soll die Mariahilfer Straße adaptiert werden. Erste Details zu den Plänen wurden nun bekannt.

Fast zwei Monate nach Beginn des Testbetriebs für die  Verkehrsberuhigung der Wiener Mariahilfer Straße gibt es offenbar erste Details zur geplanten Adaptierung nach dieser Testphase. So soll etwa ein einheitlicher Belag kommen. "Die Probephase hat gezeigt: Die Asphaltbelag für eine Fuzo irritiert viele. Darum wird die ganze 2,3 Kilometer lange Straße gepflastert", wird Stadträtin Maria Vassilakou von der Gratiszeitung "Heute" zitiert. Ein Sprecher der Stadträtin wollte sich am Montag auf die Art des Belags nicht festlegen, wie er der Austria Presse Agentur sagte.

Bestätigt wird, dass sich die rot-grüne Stadtregierung bis Ende Oktober einigen will, welche Maßnahmen notwendig sind. "Bis Ende des Monats soll ein abgestimmter Fahrplan stehen, wie man weiter verfährt", so der Sprecher. Er geht davon aus, dass man bis dahin auch eine Variante für den 13A anbieten könne, dessen Linienführung geändert werden soll.

Mehr Sitzmöbel und Trampoline?

Kommen sollen auch mehr Sitzmöbel - verschiedene Varianten, u.a. sogar mit Trampolin. Zusätzlich könnte es auch Speakers' Corner und eine Umgestaltung der Beleuchtung auf der Shoppingmeile geben. Einer Verlängerung der Fußgängerzone steht Vassilakou ihrem Sprecher zufolge hingegen skeptisch gegenüber.

Was die Umsetzung anbelangt, so wird die Stadträtin in "Heute" zitiert: "Sobald es warm ist, wird umgebaut." Ihr Sprecher unterstrich am Montag: "Natürlich wünschen sich alle, dass möglichst früh begonnen wird."

13A: Drei Vorschläge auf dem Tisch

Zusätzlich wird auch an einer Änderung der Routenführung des Linienbusses 13A gearbeitet, damit dieser nicht mehr durch die Fußgängerzone fahren muss. Dazu liegen drei Vorschläge auf dem Tisch. Die Wiener Linien präferieren weiterhin die Querung der Mariahilfer Straße bei der Neubaugasse. Dagegen sträuben sich jedoch Neubaus grüner Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger wie auch Geschäftsleute in der Neubaugasse.

Eine Alternative wäre die Linienführung durch die Amerlinggasse - wie bisher -, dann rechts in die Schadekgasse, scharf links in die Nelkengasse und dann durch die Zollergasse. Eine weitere Möglichkeit wäre die Strecke durch die Hofmühlgasse, die Otto-Bauer-Gasse in die Zieglergasse. "Alle Varianten haben spezifische Vorteile und Nachteile", sagte ein Wiener-Linien-Sprecher.

Die Verkehrsbetriebe hoffen jedenfalls auf eine baldige Einigung über eine neue Routenführung. "Wir hätten gern möglichst bald eine Lösung, aber es sind Prozesse, die dauern", so der Sprecher. Bis dahin wird der 13A samstags weiter umgeleitet. Die Route führt an diesem Tag ab der Haltestelle Neubaugasse über die Schadekgasse, die Gumpendorfer Straße, den Getreidemarkt, die Museumstraße, die Neustiftgasse und die Kellermanngasse. Haltestellen gibt es auf dieser Ausweichstrecke nicht.

FPÖ warnt vor "neuen, grünen Schnapsideen"

Den beiden Oppositionsparteien ÖVP und FPÖ schwant ob der angekündigten Neuerungen nichts Gutes. "Bevor neue, grüne Schnapsideen realisiert werden, sollen Bürger und Kaufleute entscheiden, was sie wirklich wollen", so der freiheitliche Klubobmann Johann Gudenus in einer Aussendung. Er fordert die Abhaltung der angekündigten Bürgerbefragung mit "klaren Ja/Nein-Antworten".

Auch ÖVP-Landesparteichef Manfred Juraczka kann mit den Ideen für die Umgestaltung wenig anfangen. "Nach Strandpromenade und künstlichem Bach kommt jetzt mit dem Trampolin für Erwachsene der nächste verhaltensoriginelle Vorschlag von Vizebürgermeisterin Vassilakou zur Neugestaltung der Mariahilfer Straße", kritisierte er in einer Aussendung.

Link: Der "Heute"-Artikel

(APA/Red.)