Textilindustrie

H&M will in London Second-Hand-Ware verkaufen

Infolge des Drucks der EU plant H&M den Verkauf von Second-Hand-Ware in der Londoner Vorzeige-Filiale. 
Infolge des Drucks der EU plant H&M den Verkauf von Second-Hand-Ware in der Londoner Vorzeige-Filiale. imago/MAREK SLUSARCZYK
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Neben den eigenen Marken werde der Konzern in seiner Londoner Filiale künftig auch andere Modemarken zum Verkauf anbieten. Fast sechs Millionen Tonnen Textilien werden in der EU jedes Jahr weggeworfen.

Infolge des Drucks der EU auf Modeunternehmen zum Textil-Recycling plant H&M den Verkauf von Second-Hand-Ware in ihrer Londoner Vorzeige-Filiale. Neben den eigenen Marken H&M, Arket, Monki und Weekday werde die Nummer Zwei hinter der Zara-Mutter Inditex auch andere Modemarken zum Verkauf anbieten, teilte H&M am Mittwoch mit. H&M hat bereits in Barcelona vor geraumer Zeit einen Second-Hand-Laden eröffnet.

Online bietet der Konzern bereits Mode aus zweiter Hand in Deutschland und Schweden an. Fast sechs Millionen Tonnen Textilien werden in der EU jedes Jahr weggeworfen - etwa elf Kilo pro Person. Das meiste landet auf der Müllkippe oder wird verbrannt. Nur ein Viertel der Bekleidungsabfälle wird derzeit recycelt. Die Europäische Union will der Vernichtung von Textilien einen Riegel vorschieben und hat eine Reihe von Gesetzen und Initiativen auf den Weg gebracht.

Nach einem Testlauf in Großbritannien hat Zara vergangene Woche in Frankreich eine Online-Plattform für Second-Hand-Ware an den Start gebracht. (APA)


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