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Letzte Generation? Klar, nach Z kann nichts mehr kommen

Die Generation Alpha wächst in digitalen Welten auf.
Die Generation Alpha wächst in digitalen Welten auf.Imago
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Es war kurzsichtig, nach der Generation X das Alphabet auslaufen zu lassen. Auch das „Alpha“ für unsere Jüngsten verheißt nichts Gutes.

Was auch immer man von der Letzten Generation hält: Der Markenname, den sich die radikalen Klimaaktivisten gewählt haben, ist unschlagbar. Ein echter Hinhörer. Um ihn zu rechtfertigen, müssten sie nicht einmal Kipppunkte beschwören. Sie bräuchten nur an die modischen Etiketten erinnern, die man den jüngeren Generationen umgehängt hat: Was soll denn nach X, Y und Z noch kommen? Wer hat da so kurzsichtig geplant, als von Erderwärmung noch gar keine Rede war?

„Generation X“ geisterte schon herum, bevor Douglas Coupland seinem Erfolgsroman diesen Titel gab. Es sollte andeuten, dass die Kinder der Boomer eine unbekannte Variable waren, mit keinem Schlagwort zu beschreiben. Sie protestierten nicht, alles war ihnen egal. Das sedierte wohl auch die Trendforscher: Sie tauften die nächste Kohorte einfallslos auf „Y“. Immerhin versuchten sie noch eine Alibi-Rechtfertigung: Das Y klinge auf Englisch wie „why“, und das passe auf diese Millenials, die alles hinterfragen, nach dem Sinn des Lebens suchen und auf dem stressigen Weg zur Selbstverwirklichung so oft abbiegen, bis sie sich im Kreis gedreht haben.


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