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Literatur-Nobelpreis: Gerüchte und alte Bekannte

Books by Canadian writer Munro the 2013 Nobel Prize in Literature winner are displayed at a bookshop in Vienna
2013 ging der Nobelpreis an Alice Munro(c) REUTERS (Heinz-Peter Bader / Reuters)
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Frühestens nächste Woche wird die begehrte Auszeichnung für Literatur vergeben. Als Favoritin gilt heuer eine Weißrussin.

Der Preisträger des Literaturnobelpreises 2014 wird frühestens in der kommenden Woche verkündet. Das sagte ein Sprecher der Schwedischen Akademie in Stockholm, die die prestigeträchtige Auszeichnung vergibt, am Montag. Die Bekanntgabe fällt jedes Jahr auf einen Donnerstag in der ersten Oktoberhälfte. Das genaue Datum gibt die Akademie traditionell erst am Montag in der Woche der Verkündung preis. Erster möglicher Termin wäre demnach dieser Donnerstag (2. Oktober) gewesen. Der nächste mögliche Termin ist nun der 9. Oktober.

36 neue Namen sind laut der Jury unter den Nominierungen - doch im Gespräch sind vor allem die alten. Zum engeren Favoritenkreis gehört heuer die weißrussische Autorin Swetlana Alexijewitsch. Ihr Genre – die literarischen Reportage – wurde beim Nobelpreis noch nie berücksichtigt. Im vergangenen Jahr war Alexijewitsch kurz vor der Preisvergabe an die Spitzen der Wettlisten geschossen.

"Ewiger Favorit" Murakami

Wettlisten im Internet wie die von Ladbrokes führt seit Jahren der "ewige Favorit" Haruki Murakami an. Immer ging der Japaner leer aus. Ihm auf den Fersen ist nach Wettquoten der Kenianer Ngugi Wa Thiong'o. Als Dauer-Nobel-Anwärter werden auch die US-Autoren Philip Roth, Thomas Pynchon oder Joyce Carol Oates gehandelt.

Zum erweiterten Favoritenkreis gehört auch der Österreicher Peter Handke. Der Schriftsteller ist aber wegen seiner Pro-Serbien-Haltung umstritten, was sich erst vor Kurzem bei der Verleihung des norwegischen Ibsen-Preises zeigte.

Neues Chiffriersystem

Die Jury mit ihren 18 Mitgliedern hält in den vergangenen Jahren erfolgreich dicht. Der Ständige Sekretär der Akademie Peter Englund gab heuer vor der Bekanntgabe gar keine Interviews. Er hat auch die Regeln für die Geheimhaltung verschärft, und ein neues Chiffriersystem für die Namen der Autoren eingeführt.

Im vergangenen Jahr hatte die Kanadierin Alice Munro die weltweit wichtigste Literaturauszeichnung als "Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte" bekommen.

(APA/dpa)