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Karas fordert EU-Steuerpolitik

„Presse“-Gespräch. „Müssen das Momentum nützen.“

Wien. „Das ist die Geburtsstunde einer europäischen Steuerpolitik.“ Der ÖVP-Europaabgeordnete Othmar Karas spricht sich für mehr Steuerregeln in der EU aus. Sonst sei der faire Wettbewerb in Gefahr. Die aufgedeckten Steuertricks in mehreren Mitgliedstaaten hätten gezeigt, dass der Binnenmarkt Lücken habe. „Wir müssen sie schließen.“ Karas spricht sich nicht für Steuerharmonisierung, sondern für gemeinsame Regeln zur Bemessung der Steuern aus. Diese sind bisher am Widerstand einiger EU-Länder gescheitert. Außerdem müsse die Kommission Regeln für Transparenz bei nationalen Steuerberechnungen entwickeln. Ähnlich wie einst bei der Bankenaufsicht hofft der EU-Abgeordnete, dass der Widerstand einzelner Länder durch „Luxemburg-Leak“ aufgelöst werde. „Wir haben ein Momentum, das wir nutzen müssen.“ Da es auch um die internationale Vernetzung von Unternehmen gehe, müssten die Steuerregeln in jedem Handelsübereinkommen festgeschrieben werden. (wb)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.11.2014)