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Asyl-Unterkunft: Statt Flüchtlingen ziehen Soldaten ein

In einem in Kärnten geplanten Asylwerberheim sollen 100 bis 120 Mann im Grenzschutz-Assistenzeinsatz untergebracht werden.

In ein geplantes Asylwerberheim in Kärnten ziehen statt Flüchtlingen Soldaten ein. 100 bis 120 Mann im Grenzschutz-Assistenzeinsatz werden ab dem Wochenende im Lorenzihof in Schiefling (Bezirk Klagenfurt-Land) untergebracht, kündigte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Dienstag vor Journalisten an.

Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck sagte darauf angesprochen, dass das ehemalige Gasthaus von seinem Ministerium bis Ende 2022 gemietet sei. Die Kosten wollte er nicht nennen. Jedoch habe man einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium, wonach dieses nun für sechs Monate als Untermieter auftrete und die Kosten für diesen Zeitraum zur Gänze übernehme.

Das Innenministerium wollte mit dem Verteidigungsministerium eigentlich eine langfristige Untervermietung vereinbaren. Ursprüngliche Pläne zur Nutzung des ehemaligen Gasthauses als Asylwerberunterkunft via Durchgriffsrecht waren auf massiven Widerstand der Bevölkerung und des Landes gestoßen, weil sich in unmittelbarer Nähe, formell jedoch in der Nachbargemeinde, ein weiteres Asylwerberquartier befindet.

(APA)