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Islamische Glaubensgemeinschaft: Sanac tritt ab

Fuat Sanac
Fuat SanacAPA/GEORG HOCHMUTH
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Der amtierende IGGiÖ-Präsident Fuat Sanac tritt bei der Wahl am Sonntag nicht mehr an. Atib-Mann Olgun dürfte ihn ablösen.

Der amtierende Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Fuat Sanac, tritt bei der Wahl zum Präsidenten der IGGiÖ nicht mehr an. Als Präsident habe er das Amt "immer mit großer Rücksicht auf die Legalität meines Handelns ausgeübt und stets die Interessen der Glaubensgemeinschaft und ihrer Mitglieder vor Augen gehabt", dies werde auch weiterhin so bleiben, erklärte Sanac. Auf Basis einer rechtlichen Stellungnahme müsse er einräumen, dass die Wahlen des Präsidenten und des Schurarates "auf keinen Fall" verschoben werden, sondern wie geplant am 19. Juni stattfinden sollen. Dies soll die Glaubensgemeinschaft vor dem Risiko einer Kurator-Bestellung sowie damit verbundenen Einschränkungen "bewahren".

IGGiÖ bekommt morgen neuen Präsidenten

Am morgigen Sonntag wird der neue Präsident gewählt. Bereits am Donnerstag hatte es geheißen, dass Ibrahim Olgun, Mitglied des mächtigen türkischen Verbandes Atib, Sanac ablösen soll ("Die Presse" berichtete). Olgun ist Atib-Sprecher für den interreligiösen Dialog. Der junge Theologe vertritt zudem Sanac als Leiter des Schulamtes der IGGiÖ. Es ist aber auch ein weiterer Kandidat möglich, erklärte IGGiÖ-Sprecherin Carla Amina Baghajati am Samstag.

Nachdem noch Mitte der Woche eine mögliche Kampfkandidatur Sanac' im Raum gestanden war, erklärte er nun, dass er "nicht kandidieren" werde. "Möge Allah den für die Glaubensgemeinschaft besseren Kandidaten gewinnen lassen", erklärte Sanac abschließend.

Wahl in der Anas Schakfeh Stiftung

Die nicht medienöffentliche Wahl des neuen Präsidenten und des Obersten Rates erfolgt nach der Konstituierung des neu zusammengesetzten Schurarates und findet ab 12.00 Uhr in der Anas Schakfeh Stiftung im 23. Wiener Gemeindebezirk statt. 

 

Im Anschluss an die Wahl soll diese jedenfalls kommuniziert werden. In den nächsten Tagen dürfte sich der neue Präsident dann in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorstellen.

(APA)