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Greenpeace Energy klagt weiter gegen AKW-Milliardenbeihilfen

Im britischen Hinkley Point entstehen mit Milliarden-Subventionen zwei weitere Großreaktoren.
Im britischen Hinkley Point entstehen mit Milliarden-Subventionen zwei weitere Großreaktoren.(c) APA/AFP/EDF ENGERY/HO
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Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy zieht im Streit über Subventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH).

Greenpeace Energy wird den Rechtsstreit um das britische AKW-Milliardenprojekt Hinkley Point C vor den EuGH bringen.
Das EU-Gericht hatte die Greenpeace-Klage im September für unzulässig erklärt. Nun geht der Anbieter in die nächste Instanz. Er befürchtet, dass Subventionen den Wettbewerb auf dem europäischen Strommarkt verzerren - zulasten erneuerbarer Energien. Die Klage richtet sich gegen die EU-Kommission, die die Beihilfen genehmigt hat. Für den Strom aus dem AKW Hinkley Point C sollen die Steuerzahler im Fall des Falles 35 Jahre lang einen gesicherten Abnahmepreis finanzieren. Dieser liegt derzeit doppelt so hoch wie der Marktpreis für Strom. Unter dem Strich könnten so bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts hinein dutzende Milliarden Euro zu zahlen sein.

Der geplante Reaktor C in Hinkley Point soll vom französischen Energieriesen EDF betrieben werden. Greenpeace Energy sieht das Projekt als Blaupause für andere neue Atomreaktoren in Europa, so etwa in Ungarn, Polen, Tschechien und der Slowakei. Auch Österreich und andere Staaten hatten vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die von der EU-Kommission gebilligten, milliardenschweren Staatssubventionen für das Großprojekt geklagt.

(APA/dpa)

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