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Asylwerber in Salzburg: Antrag auf U-Haft

Terror-Verdacht: Der 34-jährige Iraker war mit dem enthaftetem Marokkaner in Fuschl in einem Flüchtlingsheim untergebracht. Auf einem sichergestellten Handy wurde ein Foto des Irakers in Kampfausrüstung gefunden.

Der 34-Jährige Asylwerber wurde am Montagnachmittag in einer Unterkunft in der Stadt Salzburg von Cobra-Beamten widerstandslos festgenommen. Dorthin war er im Dezember nach der Hausdurchsuchung mit weiteren Bewohnern des Fuschler Flüchtlingsheim verlegt worden. Gestern erfolgte auch die erste Einvernahme des Irakers durch das Landesamt für Verfassungsschutz. "Dabei hat er zugegeben, dass er auf dem Bild in Uniform, mit Abzeichen und Bewaffnung zu sehen ist. Er bestreitet jedoch, ein aktives Mitglied dieser terroristischen Vereinigung zu sein", gab die Polizei bekannt.

Die Staatsanwaltschaft hat einen Antrag auf Untersuchungshaft wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr gestellt. Das Landesgericht wird vermutlich am Mittwoch darüber entscheiden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der Beschuldigte vor seiner Flucht nach Europa einer schiitischen terroristischen Vereinigung im Nahen Osten angeschlossen hatte, skizzierte Holzleitner die Verdachtslage. Dem sichergestellten Foto müsse man nun nachgehen. Derzeit deute aber nichts auf aktuelle Anschlagsplanungen hin.

Falsche Identität

Der Verdächtige war im Jahr 2015 über die Balkanroute nach Österreich eingereist und hatte mit falscher Identität einen Asylantrag gestellt. Ermittler des Landesamts für Verfassungsschutz stellten fest, dass der 34-Jährige einen falschen Namen angegeben hatte. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Das Verfahren beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl ist ebenfalls im Laufen.

Im Fall des 25-jährigen Marokkaners sind die Ermittlungen ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Möglicherweise handelte es sich bei den Anschuldigungen um falsche Angaben der Exfreundin des Marokkaners. Die damals acht Mitbewohner des Mannes im Flüchtlingsheim in Fuschl, darunter der nun verdächtige 34-jährige Iraker, wurden in dem Verfahren von der Staatsanwaltschaft Salzburg als Mitbeschuldigte wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung geführt.