Was der VW-Käfer mit Bruno Kreisky zu tun hat

Der VW 1303 Käfer-Cabrio von Altbundeskanzler Bruno KreiskyTechnisches Museum Wien/APA

Die Geschichte des VW-Käfers begann in den dunkelsten Zeiten des Dritten Reiches. Trotzdem schaffte es das Erfolgsmodell auch bei Bruno Kreisky zu punkten und macht jetzt im technischen Museum eine gute Figur.

Er war mit mehr als 22 Millionen Fahrzeugen viele Jahre lang das weltweit meistverkaufte Automodell. Begonnen hatte alles in den dunklen Zeiten des Dritten Reiches mit einem "Exposé, betreffend den Bau eines deutschen Volkswagens", verfasst vom Konstrukteur Ferdinand Porsche. Der erste Prototyp wurde 1935 fertig.

Im Februar 1937 begutachtete Adolf Hitler eines der frühen Exemplare und zeigte sich angetan. Er hatte auch einen Namen für das Auto des Volkes parat: "KdF-Wagen" sollte es heißen - KdF stand für "Kraft durch Freude". Produziert wurde das Serienmodell des VW Käfer zwischen 1938 bis 2003.

Namensgebung durch die "New York Times"

1947 begann der Export einiger Exemplare in die Niederlande, 1949 erreichten die ersten Käfer die USA - jenes Land, das dem deutschen Auto überhaupt erst jenen Namen verpasste, der heute so geläufig ist. "Beetle" nannten die Amerikaner ihn - Käfer. Die Bezeichnung soll erstmals 1938 von der Zeitung "New York Times" verwendet worden sein.

Ab ins Museum

Seine unangefochtene Spitzenstellung auf der Beliebtheitsskala musste das Kultauto im Juni 2002 an den VW Golf abgeben, bevor er ein Jahr später wohlverdient in den Ruhestand oder eben ins Museum geschickt wurde.

Kreisky und die Automobilgeschichte

Im Technischen Museum in Wien kann man sich ab April 2017 ein besonderes Modell ansehen. Gemeint ist das VW 1303 Käfer-Cabrio von Altbundeskanzler Bruno Kreisky, das er in seinem Feriendomizil auf Mallorca im Einsatz hatte. Bei der feierlichen Übergabe der neuen Dauerleihgabe beschrieb der EX-Bundespräsident Heinz Fischer die Zusammenarbeit mit Bruno Kreisky und seinen politischen Werdegang.

 

Ex-Bundespräsident im VW-Käfer von Bruno KreiskyTechnisches Museum Wien/APA

Das Auto war nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern sagte auch etwas über die soziale Stellung der Menschen aus. Die Wahl Bruno Kreiskys für dieses Fahrzeug war vermutlich eine bewusste Entscheidung. Er wollte sich als "Mann des Volkes" positionieren.

Sein im Museum ausgestellter VW-Käfer und die dazugehörigen Filmstationen erlauben unterscheidliche Betrachtungen über Kreisky und der Automobilgeschichte - speziell die der 1970er-Jahre.

 

(past)