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Weiterer Bundeswehrsoldat unter Terrorverdacht festgenommen

Das deutsche Verteidigungsministerium ist bemüht, die Terrorpläne von Franco A. restlos aufzuklären.
Das deutsche Verteidigungsministerium ist bemüht, die Terrorpläne von Franco A. restlos aufzuklären.imago/Christian Thiel
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Der 27-jährige Deutsche soll ein Komplize des inhaftierten Offiziers Franco A. sein. Gemeinsam wollten sie einen rechtsextremen Anschlag verüben.

In Deutschland ist ein weiterer Bundeswehrsoldat im Zusammenhang mit Terrorermittlungen verhaftet worden. Laut der Bundesanwaltschaft ist der 27-jährige Deutsche in Kehl (Baden-Württemberg) festgenommen worden. Maximilian T. ist laut Bundesanwaltschaft dringend verdächtig, aus einer rechtsextremistischen Gesinnung heraus gemeinsam mit den bereits vor knapp zwei Wochen festgenommenen Franco A. und Mathias F. eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben.

Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen hätten die drei einen Angriff auf das Leben hochrangiger Politiker und Personen des öffentlichen Lebens geplant, die sich aus ihrer Sicht für eine verfehlte Ausländer- und Flüchtlingspolitik engagiert hätten. Auf einer Liste stünden unter anderem der ehemalige deutsche Bundespräsident Joachim Gauck und Justizminister Heiko Maas.

Die Ausführung der Tat sollte Franco A. übernehmen. Dazu hatte er sich unter einer fiktiven Identität eines syrischen Flüchtlings als Asylsuchender registrieren lassen. Auf diese Weise wollten die drei Beschuldigten nach dem Anschlag den Verdacht auf Asylbewerber lenken.

Maximilian T. war laut "Spiegel Online" ein enger Freund von Franco A. und in demselben Jägerbataillon der Bundeswehr eingesetzt. Dadurch verdichten sich laut dem Nachrichtenmagazin die Indizien auf "eine Art rechten Freundeskreis oder sogar eine rechtsextreme Terrorzelle innerhalb der Bundeswehreinheit".

Der 27-jährige Soldat soll auch dabei gewesen sein, als Franco A. im Jänner nach Wien reiste. Offiziell wollte er dort nur den Ball der Offizieren besuchen, laut Ermittlern diente die Reise jedoch der Beschaffung der später am Flughafen Wien-Schwechat gefundenen Waffe.

 

(APA/Reuters/dpa)