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Angie und Basti, eine Amour fou

Heute kommt es zur Begegnung der dienstältesten Regierungschefin Europas mit dem frischgebackenen Kanzler.

In der „Waschmaschine“, wie das Kanzleramt im Berliner Volksmund heißt, kommt es heute zur Begegnung der dienstältesten Regierungschefin Europas mit dem frischgebackenen Kanzler – zweier Parteifreunde, die vordergründig nur wenig gemein haben.

Sebastian Kurz: Hallo, Angie! Wie läuft's mit den Sozis? Wir haben die ja nicht einmal ignoriert. Und du hast jetzt den Scherm auf.
Angela Merkel: Erstens mal: Angela, wenn ich bitten darf. So viel Respekt muss sein, Basti. Und zweitens: Was heißt hier Scherm?
Kurz: Na ja, wie soll ich das jetzt am besten sagen? Nachttopf halt.
Merkel: Och, da mach dir mal keene Sorgen. Die beste Sozialdemokratin, die bin schon noch ich selber. Den Schulz steck ich doch in die Tasche. Ich hab die ja noch alle rumgekriegt. Das wirst auch du ganz schnell merken. Frag doch mal deine Freunde von der CSU.
Kurz: Schau ma mal. Mein neuer bester Freund ist ja der Manu, der Emmanuel Macron. Der hat mir auch einen Schmöker mitgegeben über seine Amour fou mit Brigitte. Was ganz anderes: Was machst du heute Abend? Wollen wir im „Berghain“ abshaken oder vielleicht ins Kino gehen? Vielleicht zeigen sie ja irgendwo „Rocky I–VI“.
Merkel: Nee. In nen ollen Sly-Stallone-Film kriegst du mich nicht rein. Wie wär's mit „Tristan und Isolde“? Oder lieber der „Walküre“?
Kurz: Mit dem Verdi kannst du mich jagen . . . (vier)

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.01.2018)